Tagesarchiv für den 03.01.2008

ZapateroRund 66 Tage vor der nächsten Parlamentswahl in Spanien liegen Opposition und amtierende Regierung in aktuellen Umfragen fast gleichauf – mit leichtem Vorsprung für die regierenden Sozialisten. Die Partei von Ministerpräsident Jose Rodriguez Zapatero kommt nach einer gestern veröffentlichten Umfrage für die Zeitung «La Vanguardia» auf knapp 43 Prozent, die konservative Volkspartei auf knapp 40 Prozent. 2000 Personen sind für diese Erhebung befragt worden, die Fehlerquote wurde mit gut 2% Ungenauigkeit. Eine Umfrage der Zeitung «El Mundo» ergab einen Vorsprung der Sozialisten von 2,5 Prozentpunkten vor der Volkspartei bei einer Fehlerquote von 1,2.
Der genaue Wahltermin ist noch nicht amtlich bestätigt, Zapatero hat allerdings informell schon den 9. März genannt. Die Sozialisten gewannen die Wahl vor vier Jahren nur wenige Tage nach den Bombenanschlägen auf den Nahverkehr in Madrid.

Quelle: Radio Megawelle 

KrebsJulia Nazsco, Sprecherin des kanarischen Gesundheitsministeriums, hat gestern in einer Pressekonferenz in Las Palmas auf Gran Canaria bekannt gegeben, ab dem 15. Januar rund 10.500 kanarische Mädchen gegen den Papillon Virus zu impfen. Gleichzeitig wird auch eine Schluckimpfung für Säuglinge eingeführt. Der Papillon-Virus wird durch Geschlechtsverkehr übertragen und kann bei Frauen zu Gebärmutterhals Krebs führen. Laut Naszco leiden in Spanien 70% der krebskranken jungen Frauen an Uterushalskrebs. Damit erhält der gesetzliche Impfkalender auf den kanarischen Inseln einen neuen Eintrag.

Quelle: Radio Megawelle

UrlauberDer Kanarische Archipel war im November 2007 die Region in Spanien, in der die meisten Touristen ihren Urlaub verbracht haben. Mit rund 33% Urlauber verzeichnen die Kanarischen Inseln rund 6% mehr als im Vorjahresmonat. Im Durchschnitt gaben diese 957 Euro in ihrem Urlaub aus, 109 Euro pro Tag und Person. Damit scheint die im Sommer kommunizierte Durststrecke vorüber, Hotelmanager und Verantwortliche im Tourismussektor zeigten sich mehr als zufrieden mit dem Jahresabschluss.

Quelle: Radio Megawelle

BrandopferWeniger als 10% der kanarischen Familien, die von den Waldbränden im Sommer auf Gran Canaria und Teneriffa betroffen waren, kamen bisher in den Genuss der staatlichen Hilfen. Einzig die finanziellen Hilfen im Landwirtschaftssektor sind fast komplett ausbezahlt. Damit sind 3,8 Mio. Euro an geschädigte Bauern ausbezahlt worden. Allerdings warten noch rund 250 Familien alleine auf Gran Canaria auf die versprochene finanzielle Entschädigung. In San Bartolomé de Tirajana zum Beispiel sind von 336 Anträgen auf Entschädigung lediglich 131 bearbeitet worden. Die Waldbrände auf Teneriffa und Gran Canaria waren Anfang August gelöscht. Das bedeutet, dass von August bis heute weniger als ein Antrag pro Tag bearbeitet wurde. Der Verband der geschädigten “Mas Nunca” fordert von der Regierung eine Entschädigung in Höhe des verlorenen Baumaterials. Warum sich die Auszahlung der finanziellen Hilfen in die Länge zieht ist unklar. Zur Verfügung gestellt wurden sie unter anderem von der spanischen Regierung in Madrid.

Quelle: Radio Megawelle

RauchenDie Zahl der Raucher hat sich in Spanien innerhalb der vergangenen zwei Jahre deutlich reduziert. Das zeigt eine aktuelle Studie die vom Verband für Nikotinschutz in Auftrag gegeben wurde. Demnach ist der Hauptgrund für die sinkende Zahl der Raucher die Gesetzeslage. Seit Januar 2006 ist das Rauchen in öffentlichen Gebäuden und in vielen Bars und Restaurants verboten. Allerdings ist laut dem Comité Nacional para la Prevención del Tabaquismo dieses seit zwei Jahren bestehende Gesetz in gut zwei Dritteln der spanischen Gastronomie noch nicht umgesetzt. Mehr Informationen dazu auf Spanisch im Internet auf www.cnpt.es

Quelle: Radio Megawelle

BischofVor den Parlamentswahlen am 9. März in Spanien scheint sich der Konflikt zwischen Regierung und katholischer Kirche um die Familienpolitik zu zuspitzen. Die regierenden Sozialisten haben gestern die Spanische Bischofskonferenz aufgefordert, ihre provokativen Äußerungen zurückzunehmen. Mehrere Mitglieder der katholischen Kirche hatten der amtierenden Regierung von Ministerpräsident Jose Luis Rodriguez Zapatero am Sonntag bei einem Treffen vorgeworfen, mit ihrer Politik den Fortbestand der Familie in Spanien zu gefährden. Sozialisten-Sprecher Jose Blanco wirft der spanischen Kirche vor, mit ihrem Verhalten nur wenige Monate vor den Parlamentswahlen Propaganda für die konservative Volkspartei zu betreiben. Am Sonntag hatten Vertreter mehrerer Organisationen und der Amtskirche für den Schutz der traditionellen christlichen Familie demonstriert. Auf den Kanarischen Inseln hatte sich Bischof Bernado Alvarez diskriminierend über Schwule und Lesben geäußert. Laut Alvarez seien Homosexuelle ebenso krank wie Päderasten, also Kinderschänder. Auch schade die Homosexualität der Gesellschaft, und, so Alvarez wörtlich „wir werden dafür bezahlen müssen”. Die meisten Homosexuellen leben ihre sexuelle Neigung aus wie eine Sucht, kritisierte der Bischof weiter. Justizminister Mariano Fernández-Bermejo hatte in Madrid erklärt, der “Nationalkatholizismus” habe sich in Gestalt von reaktionären Kräften der Kirchenhierarchie in den Wahlkampf eingeschaltet. Der Vizeparteichef der Sozialisten, José Blanco, spricht von einem “bislang ungekannten Angriff der Kirche auf die demokratischen Institutionen” Spaniens. “Wir werden aber keinen Schritt weichen und uns weiter dafür einsetzen, dass die Bürger mehr Freiheiten und Rechte bekommen”, so Blanco in einem Interview.

Quelle: Radio Megawelle

Im Copa del Rey, dem spanischen Pokal trafen sich gestern die Fußballclubs der spanischen Ligen zum Rückspiel im 16tel Finale. Als einziger kanarischer Club spielte UD Las Palmas zuhause gegen Villareal. Der Club aus Gran Canaria unterlag mit 1:2. Der FC Barcelona konnte gegen Alcoyano nur ein 2:2 Unentschieden erreichen. Real Madrid gewann zuhause gegen Alicante 2:1. Das höchste Ergebnis erreichte der Fußballclub Mallorca mit 4:0 gegen Osasuna. Der CD Tenerife ist bereits in der dritten Runde im Oktober mit 1:2 gegen Málaga ausgeschieden. Die Achtefinalbegegnungen starten am 9. Januar.

Quelle: Radio Megawelle