Tagesarchiv für den 13.03.2008

CayucoAfrikanische Mafia Banden verdienen mit jedem vollbesetzten Cayuco mit Kurs auf die Kanarischen Inseln rund 107.000 Euro. Das meldet heute die Zeitung “El Día”. Francisco Javier Vélez, Kommandant der Policia Nacional, beruft sich dabei auf eine an der afrikanischen Küste durchgeführten Studie. Demnach machen die Menschenhändler an den Küsten des Nachbarkontinents pro Jahr rund 75 Millionen Euro Gewinn. Laut der Studie ist der Grund sich überhaupt zu dieser lebensgefährlichen Überfahrt zu entscheiden, die finanzielle Diskrepanz zwischen Europa und Afrika. Vélez kritisiert in seinem Bericht vor allem afrikanische Regierungen. Es wurden mehrfach Internetportale gefunden, auf denen sich ausreisewillige Afrikaner online zu einer Überfahrt mit einem Cayuco anmelden können. So konnte bisher auf der französischen Seite senegalaisement.com ein Formular ausgefüllt werden. Francisco Vélez zeigt sich mit dem Rückgang der Cayucos in 2007 zufrieden, allerdings betont der Kommandant, daß die illegale Einwanderung eine der Hauptaufgaben der Europäischen Union auch in Zukunft sein wird.

Quelle: Radio Megawelle

Geologen haben bei Caleta de Fuste auf Fuerteventura eine bisher unbekannte Lavagrotte entdeckt. Juan Miguel Torres, Geologe und Entdecker der unberührten Höhle, ist sich sicher, das der mehrere hundert Meter tiefe Kanal älter ist als die bisher bekannte älteste Grotte “Cueva del Llano” (Foto), die zum Teil als Museum der Öffentlichkeit zugänglich ist und rund 800.000 Jahre alt sein soll. In der “Cueva del Llano” lebt unter anderem eine besondere Spinnenart, die nur in dieser Grotte vorkommt. Torres geht davon aus auch in der neuentdeckten Grotte auf Fuerteventura neue Lebensarten zu entdecken. Neben Mineralien und Salzen haben Torres und seine Kollegen bereits viele Fossile entdeckt die wahrscheinlich mehr als 2.000 Jahre alt sind. Fuerteventura ist die Insel der Kanaren mit der längsten und kompliziertesten geologischen Vergangenheit.

Quelle: Radio Megawelle

StadtratDer stellvertretende Bürgermeister und Stadtrat von Arrecife de Lanzarote, Antonio Hernández, hat gesternm, nach dreijähriger Amtszeit, seinen Rücktritt erklärt mit den Worten “er habe diesen Schritt nicht geplant und nicht vorbereitet – auch hätte er sich nie vorstellen können auf diese Art und Weise zurück zu treten”. Damit gibt Hernández auch den Vorsitz der Policia Local und dem technischen Büro im Rathaus ab. Antonio Hernández wird auch als Parteivorsitzender der PIL abtreten. Interne Konflikte wenige Tage vor den Wahlen in Spanien haben den Politiker zu diesem Schritt bewegt.

Quelle: Radio Megawelle

Plan TurismoDas spanische Tourismusministerium hat seinen Plan “Turismo 2020″ vorgestellt. Laut einer Pressemitteilung des Ministeriums soll ein Subventionsfond von knapp drei Millionen Euro zur Verfügung gestellt werden. Teil des Programms sind Schulungen und Kurse um einzelne Mitarbeiter der Unternehmen im Bereich der elektronischen Medien zu schulen. Alleine im letzten Jahr haben 60% der deutschen Urlauber Mietwagen, Hotel, Flüge oder auch ihren kompletten Pauschalurlaub im Internet gebucht. Vor allem die Kanarischen Inseln liegen nach Angaben der Regierung von Santa Cruz auf Internetplattformen weit hinter der Konkurrenz zurück. Das soll sich nun mit Hilfe des Plan Turismo 2020 ändern. Anträge und Teilnahmefristen zu den angebotenen Kursen stehen abrufbar im Internet zur Verfügung.

Quelle: Radio Megawelle

EnergieEbenfalls neue Gelder, diesmal für regenerative Energieprojekte, hat die Regierung für die Kanarischen Inseln bereitgestellt. Zwei Millionen Euro kommen aus Madrid, weitere zwei Millionen aus einem kanarischen Fond und eine halbe Million Euro vom Ayuntamiento den Las Palmas. Diese Gelder sollen für verschiedene Projekte zur Förderung von neuen regenerativen Energien zur Verfügung gestellt werden. Arcadio Díaz Tejera, Vorsitzender der PSOE Partei in Gran Canaria erklärte dazu, dass die Kanarischen Inseln im spanischen Vergleich an letzter Stelle beim Thema erneuerbare Energien liegen. Der spanische Durchschnitt liegt bei 12%, die Kanaren dagegen nur bei 4% – dabei messen wir hier mehr Wind und mehr Sonnenstunden als in anderen Regionen Spaniens. Hier muss investiert werden um in Zukunft, auch in Sachen Tourismus, wieder Erfolg zu haben. In diesen Technologien stecke die Zukunft der Energiegewinnung. In den kommenden Tagen soll eine Arbeitsgruppe gegründet werden um die zur Verfügung gestellten Gelder in aussichtsreiche Projekte zu investieren.

Quelle: Radio Megawelle

BrasiliaDas diplomatische Verhältnis zwischen Spanien und Brasilien ist zur Zeit sehr angespannt. Grund dafür sind die spanischen Grenzkontrollen für Reisende mit brasilianischer Staatsbürgerschaft. Die Regierung in Brasília wirft Madrid vor, vor allem Brasilianer an der Einreise nach Spanien zu hindern. Nach Angaben der Tageszeitung “El País” wiesen die spanischen Grenzbeamten allein im letzten Monat 452 Brasilianer ab. Darunter zwei brasilianische Soziologen, die auf dem Weg zu einem wissenschaftlichen Kongress einen Zwischenstopp in Madrid einlegen mußten. Sie beklagten nach eigener Aussage von spanischen Grenzbeamten wie Hunde behandelt worden zu sein. Ähnliche Kritik hat die argentinische, chilenische und auch die mexikanische Regierung in den letzten Wochen geäußert. Brasilien wartet auf eine Reaktion der spanischen Regierung und hat angekündigt im Gegenzug Dutzende spanische Geschäftsleute und Touristen an der Einreise in das lateinamerikanische Land zu hindern.

Quelle: Radio Megawelle