Tagesarchiv für den 18.03.2008

StreikPünktlich zur Semana Santa haben die Mitarbeiter der Müllabfuhr in Adeje einen Streik ausgerufen. Der Zeitpunkt ist gut überlegt, denn der Süden der Insel ist voll mit Touristen – der
Druck auf die Arbeitgeber dementsprechend groß. Es geht um höhere Löhne und kürzere Arbeitszeiten. Der Arbeitgeber ist in diesem Fall das Ayuntamiento Adeje. Die
Verantwortlichen haben 1,7% mehr Lohn angeboten. Das ist den Arbeitern aber zu wenig, diese fordern mindestens 4% mehr. Das Ayuntamiento ist an einer schnellen Lösung
interessiert, die Streikenden haben aber erklärt, die Arbeit erst wieder aufzunehmen, wenn ihre Forderungen erfüllt sind.

Quelle: Radio Megawelle

GobiernoBürger auf den Kanarischen Inseln können sich in Zukunft mit Lob, Beschwerden und neuen Ideen direkt an den Präsidenten des Archipels, Paulino Rivero, wenden. Allerdings nicht
persönlich, sondern über eine Internetseite bzw. über eine E-mail Adresse. Das hat Paulino Rivero gestern in Las Palmas auf Gran Canaria bekannt gegeben mit den Worten: “Wir
wollen mehr Transparenz und wir wollen näher beim Bürger sein. Die Menschen sollen in Zukunft direkten Kontakt mit dem Gobierno haben.” Jede Einzelperson oder Vereinigung die
Informationen zu einem Thema haben möchte wie zu einem neuen Projekt oder zu einer neuen Aktivität – der könne in Zukunft direkt Antworten bekommen, bzw. der Präsident kann
direkt anworten. Unter www.gobcan.es/elpresidenteresponde gibt es mehr Informationen zur neuen Idee von Paulino Rivero.

Quelle: Radio Megawelle

InternetAller wirtschaftlichen Depression zum Trotz, wächst eine Branche unaufhaltsam fort und die heißt Internet. 64% der Touristen die im letzten Jahr die Kanarischen Inseln besuchten,
haben ihre Reise im Internet gebucht oder zumindest organisiert. Ob Pauschaltourist oder Individuell – das World Wide Web bietet Vielfalt und schnellen Preisvergleich. Alleine im
letzten Jahr ist Online ein Umsatzzuwachs von 10% zu verzeichnen. Das hat gestern José Manuel Bermúdez, Tourismusminister auf Teneriffa, bekannt gegeben. Ein Viertel der
Touristen hat demnach den Urlaub im Pauschalpaket übers Netz gebucht, ein Fünftel die Reise individuell online zusammen gestellt.
In Spanien gibt es im Vergleich zum Vorjahresmonat 2007 20% mehr ADSL Anschlüße. Das hat die Regulierungsbehörde für Telekommunikation “Comisión del Mercado de
Telecomunicaciones”, kurz CMT gestern bekannt gegeben. 18 Prozent aller Haushalte in Spanien besitzen mittlerweile einem ADSL-Anschluss. Der Marktführer heißt mit einem
Anteil von knapp 60% Telefónica. Das Unternehmen hat im Januar rund 60.000 neue Kunden auf insgesamt 4,6 Millionen hinzugewonnen.

Quelle: Radio Megawelle

Laut der spanischen Tageszeitung “El Pais” sind 33% der Luxushotels auf der Lanzarote illegal. Die Zeitung berichtet weiter, daß die kanarische Justiz insgesamt gut 20
Baugenehmigungen abgelehnt habe – unter anderem acht Vier-Sterne-Hotels. Die Hotels sind während eines auf Lanzarote geltenden Baustopps erstellt worden. Zum Schutz der
Natur ist im Jahr 2000 entschieden worden die touristische Förderung einzuschränken und mehr für die Umwelt zu tun. Kurios ist, daß die Ayuntamientos in den Gemeinden Yaiza und
Teguise die Investoren gewähren ließen. Die Investitionssumme beträgt insgesamt rund 270 Millionen Euro. Sollte die Inselverwaltung von Lanzarote die Vollstreckung des
Gerichtsurteils fordern, müßten die Anlagen abgerissen werden. Es geht um mehrere tausend Betten.

Quelle: Radio Megawelle

Die Erbschafts- und Schenkungssteuer ist in Spanien seit dem 01. Januar 2008 abgeschafft worden.

Das Ressort für Wirtschaft und Finanzen der Kanarischen Regierung, das darum bemüht ist, den Steuerdruck zu vermindern und damit die Kaufkraft der Kanarischen Bevölkerung zu verbessern, hat beschlossen, das mit Wirkung vom 01.01.2008 die Erbschaft- und Schenkungssteuer innerhalb der Familie (Eltern, Kindern und Ehegatten) abzuschaffen.. Somit hat Jose Manuel Soria sein Versprechen gehalten.

Dieses hat zur Folge, dass im Haushaltsplan für 2008 eine generelle Vergütung von 99,9 % auf diese Steuer festgesetzt wurde. Die verbleibenden 0,1% die vom Finanzamt erhoben werden, dienen als steuerliche Kontrolle.

Hier zitieren wir nun ein Beispiel aus dem Wochenblatt vom 23.01.2008
„im Falle einer Schenkung – beispielsweise durch einen Vater an seinen Sohn, der jünger als 35 Jahre alt ist, und einen Betrag von 60.000 Euro für den Kauf einer Wohnung geschenkt bekam, wäre bislang ein Steuerbetrag von 3.294,44 Euro fällig gewesen.

Seit 01. 01.2008 – dank der Vergütung von 99,9 % – sind lediglich 3,29 Euro zu zahlen.“.

Die Voraussetzung für die Anrechnung der Vergütung von 99,9% auf die Erbschaft- bzw. Schenkungssteuer sind im Falle einer Schenkung, das die Formalisierung und Annahme der Schenkung natürlich nach dem 01.01.2008 stattgefunden hat und der Beschenkte zu den erwähnten Gruppen wie Kinder, Ehegatte oder Eltern gehört.

Diese Schenkung ist selbstverständlich in einer notariellen Urkunde festzuhalten und seinen Wohnsitz u.a. auf den Kanarischen Inseln gehabt haben. Ebenso muss der Erblasser seinen Wohnsitz auch 5 Jahre auf den Kanarischen Inseln gehabt haben. Bei einer Erbschaft muss der Erblasser nach dem 01.01.2008 verstorben sein und Erben müssen wiederum Kinder, Ehegatten oder Eltern sein.

Durch diese Gesetzesänderung soll die Wirtschaft der Inseln reaktiviert werden

Quelle: www.sonnige-kanaren.de