Tagesarchiv für den 20.03.2008

GuancheBei Straßenarbeiten am Autobahnring sind zwischen Adeje und Santiago del Teide die sterblichen Überreste von fünf Personen gefunden. Anhand weiterer Funde gehen Archäologen der Universität von La Laguna davon aus, dass es sich um ein Guanchen Grab handelt. Vier der Toten seien zwischen 25 und 40 Jahre alt gewesen, bei den sterblichen Überresten der fünften Person handelt es sich um ein Kind. Nach Bodenuntersuchungen in diesem Bereich, vermuten die Experten zwei weitere Guanchenhöhlen mit archäologischen Fundstücken. Bereits in den 80er Jahren wurden bei Straßenbauarbeiten auf Gran Canaria eine Höhle mit über 100 Guanchen Mumien entdeckt – Die Archäologen fordern zum wiederholten Mal eine historische Untersuchung in dem Bereich in dem der neue Autobahnring im Süden Teneriffas geplant ist. Eine Reaktion der tinerfenischen Regierung steht noch aus.

Quelle: Radio Megawelle

EuroCanarios unter 30 Jahren bezahlen im Durchschnitt 73% ihres Lohnes für Miete oder Eigenheim. Das geht aus einer aktuellen Statistik des spanischen Observatorio Joven de la Vivienda hervor, kurz Objovi. Ein weiteres Ergebnis: Im Mittel ist die Wohnung lediglich 43 m² groß. Die Kanarischen Inseln liegen mit diesen Ergebnissen allerdings nur auf Platz sechs. Im Baskenland verzehrt die Hypothek bei Eigenheimbesitzern unter 30 sogar 86% des monatlichen Einkommens, auf den Balearen sind es 85,2%. Ohne die Unterstützung ihrer Familien hätte viele junge Spanier ihr Eigenheim schon längst verloren, so ein Sprecher von Objovi und fordert von der spanischen Regierung Unterstützung. Grund für diesen Zustand ist der seit sieben Jahren ständig steigende Euribor, der den Leitzins für die Hypotheken darstellt. Im Januar dieses Jahres erreichte der Euribor ein weiteres Rekordhoch von 4,498.

Quelle: Radio Megawelle

KutterVor den Kanarischen Inseln wird ein Fischkutter vermisst. An Bord José Quevedo und Cristo Herrera. Die beiden Canarios sind bereits am Freitag von Cadiz aus in See gestochen, mit einem nagelneuen Kutter – 10 Meter lang und rund 4 Meter breit, angetrieben von zwei 600 PS Motoren. Das neue Boot soll den Familien der beiden in Zukunft den Lebensunterhalt sichern. Seit gestern gilt das Boot offiziell als vermisst. Bereits am Sonntag haben die Angehörigen versucht mit den Fischern Kontakt aufzunehmen. Am Satellitentelefon der Fischer meldete sich jedoch ein arabisch sprechender Mann. Seitdem gab es keinen Kontakt mehr zu den beiden Canarios. Die angehörigen befürchten eine Entführung durch marokkanische Piraten. Die Regierung in Rabat geht nicht davon aus, dass der Kutter in marokkanischen Gewässern gesunken ist, bestätigte jedoch auch die Theorie der Entführung nicht. Es sei bisher kein Fall von Piraterie in marokkanischen Gewässern bekannt, so ein Sprecher.

Quelle: Radio Megawelle

ARMASNicht nur Hotels und Appartements sind zu Ostern auf den Kanarischen Inseln ausgebucht – auch die Reedereien wie Fred Olsen, Naviera Armas und Garajonay Express haben für heute und morgen so gut wie alle Tickets für ihre Fähren verkauft. Anders als letztes Jahr, gilt der heute Donnerstag als Feiertag. Das lange Brückenwochenende macht somit auch viele Canarios mobil um für die Feiertage die Insel zu wechseln. Besonders betroffen sind die kleineren Inseln wie El Hierro, La Gomera und La Palma. Bereits gestern am späten Nachmittag meldeten die Fähr- und Fluggesellschafen 100% Auslastung. Binter Canarias fliegt in diesen Osterfeiertagen 60.000 Residenten auf andere Inseln, Fred Olsen verschifft rund 85.000 Residenten und Naviera Armas hat bereits über 80.000 Fährtickets verkauft. Die Strände auf den Kanarischen Inseln werden also erst ab Dienstag wieder leerer, das Tourismusamt rechnet mit 95% Auslastung der Betten auf dem Archipel.

Quelle: Radio Megawelle

FlugobjektAugenzeugen wollen am vergangenen Samstag am Himmel über Gran Canaria ein sogenanntes “Unbekanntes Flugobjekt” gesehen haben. Viele Autofahrer sind aus ihren Fahrzeugen gestiegen und haben dadurch einen langen Stau auf der Südautobahn der Insel verursacht. Es soll sich laut ersten Augenzeugenberichten um ein großes, rundes und leuchtendes Objekt gehandelt haben, auch soll aus dem lautlosen Objekt zudem ein heller Lichtstrahl gen Boden ausgetreten sein. Ein ähnliches Phänomen haben Augenzeugen vor einigen Tagen auch auf Teneriffa beobachtet. Ein Zeuge berichtet: “Am Samstag vor acht Tagen habe ich ein Objekt am Himmel beobachtet. So schnell fliegt kein normales
Flugzeug. Es stoppte kurz um sich dann um die eigenen Achse zu drehen um mit hoher Geschwindigkeit wegzufliegen. Das Objekt war ca. 4-5 Meter lang.” Eine Sprecher der Gando Air Base bei Las Palmas auf Gran Canaria gab an, dass zum Zeitpunkt der Sichtungen keine militärische Aktivitäten in dem Gebiet stattgefunden hätten. Sollten sie ähnliche Beobachtungen gemacht haben melden sich sich bitte unter der Telefonnummer 922 73 61 18.

Quelle: Radio Megawelle

SchwimmerinBei der Olympiade in Peking wird vorraussichtlich auch eine kanarische Schwimmerin an den Start gehen. Zumindest hat sich Cristina Violán dafür gestern in Holland empfohlen. Mit zwei Goldmedaillien verabschiedete sich die aus Teneriffa stammende Violán aus der Europameisterschaft. Ihre Freundin und Konkurrentin Gemma Mengual hatte sich mit vier Goldmedaillien empfohlen und wird in jedem Fall in Peking für Spanien antreten. Cristina Violán studiert in La Laguna Architektur und ist bereits 2006 von den Weltmeisterschaften in Montreal mit zwei Bronzemedaillien zurückgekehrt.

Quelle: Radio Megawelle

DelfinEine aufregende Reise hat ein Delfin erlebt, nachdem er am Playa de Íngles auf Gran Canaria gestrandet war. Im Schnitt sterben 9 von 10 Delfinen die im seichten Gewässer an den Küsten stranden. Dieser jedoch nicht, auch wenn der unermüdliche Einsatz von rund 10 Personen notwendig war um dieses Leben zu retten. Mario Artiles und Javi Pérez haben das Tier als erstes wenige Meter vom Strand entfernt im Wasser entdeckt. Während einer der beiden Hilfe holte kümmerte sich der Andere zusammen mit einem weiteren Mann darum das Tier immer wieder mit Wasser abzuspritzen. Dann wurde der Delfin auf einer Art Luftmatratze in das Institut für Meeresbiologie gebracht. Anscheinend hat sich der Tümmler nur verirrt, denn medizinisch fehlte dem Tier nichts. Mittlerweile schwimmt der Delfin wieder in tieferen Gewässern. Mit einem Boot des Instituts wurde das Säugetier wieder aufs hohe Meer gebracht.

Quelle: Radio Megawelle

Mehr als 85% der Canarios haben das Gefühl die Touristen auf dem Archipel würden Monat für Monat weniger Geld ausgeben. Zu diesem Ergebnis kommt eine Telefonmarketing-Agentur die dafür mehr als 1.413 Personen zu diesem Thema angerufen haben. Weiterhin zeigen sich 43% der befragten aber zufrieden mit der
Marketingkampagne der kanarischen Regierung für Tourismus – 33% antwortete auf die Frage ob die Marketingmaßnahmen des Gobierno Canarias ausreichen würde allerdings mit Nein. Laut der Tourismusministerin der Kanarischen Inseln, Rita Martin, ein Ergebnis, dass aus den letzten Jahren resultiert. Der Pauschaltourismus hat auf den Kanaren wenig Zukunft – dafür liegen wir im Gegensatz zu anderen Urlaubzielen zu weit entfernt. Die Ministerin will sich in Zukunft mehr auf den Qualitätstourismus konzentrieren um sich breiter und individueller auf die Anforderungen der Urlauber einzustellen.

Quelle: Radio Megawelle