Tagesarchiv für den 03.04.2008

arbeitslosDie Kanarischen Inseln haben im Monat März spanienweit die größte Steigerung der Arbeitslosenzahlen verzeichnet. Während in 14 anderen spanischen Autonomien die Arbeitlosenzahlen zurückgegangen sind, haben die Kanarischen Inseln eine Steigerung von mehr als 3% im Vergleich zum Februar vorzuweisen. Zurückzuführen ist diese Veränderung auf den Saison bedingten Rückgang an Angeboten im Dienstleistungesbereich auf dem Archipel und auf die Talfahrt in der Bauindustrie. Insgesamt waren im März knapp 160.000 Personen ohne Arbeit registriert – rund 90.000 in der Provinz Las Palmas und knapp 70.000 in der Provinz Santa Cruz de Tenerife. In Spanien waren im vergangenen Monat insgesamt 2,3 Millionen Menschen ohne Beschäftigung.

Quelle: Radio Megawelle

FlüchtlingeDer Chefredakteur der spanischen Zeitung “El Mundo negro”, Gerardo González Calvo, hat in Las Palmas auf Gran Canaria, die katholische Kirche aufgefordert zur Immigration Stellung zu nehmen. “Für uns Christen ist klar das Jesus bzw .Gott uns retten wird. Das ist auch überliefert. Ähnliches ist den Menschen in Afrika immer gepredigt worden und wird zum Teil auch heute noch weitergegeben. Auf dem afrikanischen Kontinent herrschen weiterhin Seuchen und Krankheiten wie Malaria oder Aids. Viele Menschen dort leiden Hunger oder sterben. Andere kommen bei dem Versuch ums Leben die Küsten der westlichen Welt zu erreichen. Die Kirche ist in der Verantwortung, eine Antwort auf die Immigration zu geben”, so González Calvo gestern in Las Palmas auf Gran Canaria. Der Chefredakteur prognostizierte, daß Afrika die Zukunft gehöre. In 25 Jahren würden dort soviele Menschen leben wie nirgendwo sonst. Calvo rechnet im Jahr 2035 nach eigener Aussage mit einer Bevölkerung von 1,5 Milliarden Menschen auf dem afrikanischen Kontinent.

Quelle: Radio Megawelle

Das Ministerio de Hacienda rechnet jedes Jahr mit 8,5 Milliarden Euro Schwarzgeld auf dem Archipel. Das geht aus einer jetzt veröffentlichten Studie hervor. Demnach ist der Immobiliensektor die Branche mit dem größten Anteil an unversteuerten Geldern. Insgesamt rechnet das spanische Oberfinanzamt für die Kanarischen Inseln mit einem Anteil von 4% im spanienweiten Vergleich. Aus der Studie geht hervor, daß die Gesamtsumme an Schwarzgeldern in Spanien zwischen 20% und 25% des Bruttoinlandprodukts entspricht. Nach Aussagen eines Sprechers des Ministeriums existieren Pläne im Kampf gegen die Geldwäsche und illegale Geschäfte, allerdings müsse dieser Kampf auf europäischer Ebene geführt werden und da fehlt es an Einigkeit und gemeinsamen Interessen.

Quelle: Radio Megawelle

BandeEine Gruppe von neun Rumänen sind in Playa las Américas auf Teneriffa festgenommen worden. Die Bande wird mit 27 Delikten belastet, den Süden der Insel in den vergangenen zwei Monaten unsicher gemacht zu haben. Es geht um Diebstahl, Raub und Körperverletzung. Die Abteilung für organisierte Kriminalität ermittelt. Die zwischen 25 und 38 Jahre alten Rumänen sollen in den vergangenen acht Wochen diverse Überfälle in Granadilla de Abona, Adeje und Playa de las Américas begangen haben. Die Daten der Täter sind auch an die Kollegen auf Gran Canaria geschickt worden. Die Beamten vermuten, daß die Bande vorher das Touristengebiet um Mogán unsicher gemacht haben könnte. Sollten die Verdächtigen verurteilt werden, warten zwei bis fünf Jahre Gefängnis auf die Bande.

Quelle: Radio Megawelle

KorruptionSpektakuläre Wende im Korruptionsfall ‘La Gondola’ auf Gran Canaria. Der ehemalige Präsident der Kanarischen Inseln, Adán Martín, hat nach den Gerüchten und der Polemik der letzten Wochen, die Flucht nach vorne angetreten. Heute ist in der Zeitung “Canarias7″ der Inhalt eines Telefongespräches abgedruckt, das Adán Martín mit Santiago Santana Cazorla, einem Bauunternehmer, am 18. Januar 2007 geführt hat. Das Gespräch wurde von der Polizei mitgezeichnet, weil Carzola zu diesem Zeitpunkt bereits von der Polizei abgehört wurde. Ob sich Adán Martín mit diesem Vorstoß einen Gefallen getan hat bleibt abzuwarten. Im Gespräch fordert Carzola den Ex-Präsidenten auf ihm zu helfen. Der Fall Gondola ist einer der größten Korruptionsfälle auf den Kanarischen Inseln. Unter anderem wird Carzola vorgeworfen Beamte im Rathaus Mogán bestochen zu haben. Es geht um sechstellige Summen.

Quelle: Radio Megawelle

UnwetterSeit gestern Abend besteht für die Kanarischen Inseln eine Unwetterwarnung. Vor allem auf Teneriffa und Gran Canaria müsse mit Windböen von bis zu 90 km/h gerechnet werden. Besonders in den Bergen kommt es verstärkt zu Sturmböen. Das Thermometer soll in höheren Lagen dafür allerdings auf bis zu 30 Grad steigen. Die Wetterlage soll laut dem spanischen Meteologischen Institut noch bis morgen Abend anhalten.

Quelle: Radio Megawelle