Tagesarchiv für den 04.04.2008

Die eine Mannschaft spielt um den Aufstieg in die Primera División, die andere gegen den Abstieg. Die Rede ist vo dem wohl wichtigsten bevorstehenden Fußballspiel auf den Kanarischen Inseln: Das Derby zwischen dem CD Tenerife und dem UD Las Palmas. “Ich glaube nicht daß wir die Mannschaft extra motivieren müssen für dieses Spiel, auch wenn wir der Favorit sind. Für mich sind Derbys Spiele in denen es keine Favoritenrolle gibt, Spiele mit viel Druck, sehr intensive Spiele. Normalerweise enden diese Partien immer mit einem sehr knappen Ergebnis”, sagte Alfonso Serrano, Präsident des CD Tenerife gestern in Santa Cruz. Morgen um 17.30 Uhr spielt die Mannschaft von Trainer José Luis Oltra gegen den UD Las Palmas im Estadio de Gran Canaria in Las Palmas. Der CD Tenerife belegt mit 45 Punkten zur Zeit den siebten Tabellenplatz in der zweiten spanischen Liga, auf einen Aufstiegsplatz fehlen nur noch sechs Punkte. Der UD Las Palmas hat sich mit einem Sieg aus dem letzten Spiel auf Platz 15 vorgeschoben, ein Polster von vier Punkten auf einen Abstiegsplatz. “Ich will nicht über die kommende Saison sprechen, es geht um dieses Spiel morgen – und dann um das nächste Spiel. Für uns ist noch alles möglich, ob wir aufsteigen oder nicht werden wir am Ende der Saison sehen”, so Alfonso Serrano.

Quelle: Radio Megawelle

Am vergangenen Mittwoch Mittag ist ein Feuer auf der Müllhalde Zonzamas auf Lanzarote ausgebrochen – seitdem haben Rauch und Gestank verbunden mit heißem Calima für unangenehme Luft gesorgt. Die Präsidentin des Cabildos von Lanzarote, Manuela Armas, sagte gestern auf einer Pressekonferenz, sie habe zur Unterstützung den Löschhelikopter von Fuerteventura angefordert, gegen 23 Uhr dachte man das Feuer wäre unter Kontrolle, allerdings hatte der Wind dann plötzlich gedreht und das Feuer wieder angefacht. Gegen 1 Uhr Nachts hatte das Feuer dann mehr Brandherde als vorher. Heute steigt zwar noch stellenweise starker Rauch auf, aber das Feuer sei unter Kontrolle. Der Helikopter wird heute nicht mehr zum Einsatz kommen. Jetzt soll die Asche schnell komprimiert werden um weitere Brandherde auszuschließen. Experten der Feuerwehr vermuten, daß Reste von einem Feuerwerk, die auf der Müllkippe lagen, sich unter dem Einfluß des heißen Calimas entzündet haben könnten. Verletzte gab es keine.

Quelle: Radio Megawelle

Nach dem der Ex-Präsident der Kanarischen Inseln, Adán Martín, sich an die Presse gewandt hat und ein Telefongespräch mit dem Hauptangeklagten im Korruptionsfall “La Gondola”, Santana Cazorla, abdrucken ließ, gibt es heute einen neuen Verdächtigen. Laut Carzola hat der Chef des damaligen Kabinetts, Salvador Iglesias, dem Bauunternehmer geholfen, ein Projekt mit insgesamt 7.000 Betten in Anfi Tauro zu realisieren. Laut der Zeitung “Canarias 7″ hat Cazorla mit allen politischen Funktionären über sein Projekt gesprochen. Laut Carzola eine völlig normale Handlung, die hier auf den Kanarischen Inseln üblich sei. “Bei Projekten dieser Größenordnung bedarf es politschen Helfern”, so Garzola gestern vor Gericht. Der Fall “La Gondola” auf Gran Canaria ist einer der größten Korruptionsfälle auf den Kanarischen Inseln. Die Sache zieht immer weitere Kreise, es tauchen immer wieder neue Namen aus politischen Kreisen in Verbindung mit dem Bauunternehmer auf. Santana Cazorla soll mehrfach Schmiergelder gezahlt oder Geschenke verteilt haben, um für seine Projekte Baugenehmigungen zu bekommen.

Quelle: Radio Megawelle

Seitdem 17. März ist das Büro von dem Präsidenten der Kanarischen Inseln, Paulino Rivero, für alle Bürger per Email zu erreichen. Nach Aussage der Presseabteilung habe der Präsident seitdem 1.165 Mails erreicht von denen bereits 749 beantwortet seien. Ziel der Emailadresse sei es dem Volk näher zu sein, so Rivero nach eigener Aussage. Inhalt bei mehr als der Hälfte der Nachrichten sei die soziale Situation einzelner Bürger mit der Forderung nach Unterstützung – den Präsidenten erreichen aber auch Mails mit intensiver aber meist konstruktiver Kritik zur wirtschaftlichen, sozialen oder politischen Situation auf den Kanarischen Inseln. Im Gespräch zeigte sich der Präsident zufrieden, ihm gehe es nicht darum immer nur positive Nachrichten zu erhalten, sondern mehr Sensibilität für sein Volk zu haben. Eine Nachricht an Paulino Rivero kann über die Internetadresse www.gobcan.es verschickt werden. Einen entsprechenden Link ist auf megawelle.com veröffentlicht.

Quelle: Radio Megawelle

Die Kanarischen Inseln sind Indikator bei der globalen Klimaveränderung. Dieser Meinung ist Emilio Cuevas, Sprecher der Agentur Estatal de Meteorología, kurz AEMT. Auf der Pressekonferenz gestern in Santa Cruz auf Teneriffa sprach Cuevas von den Folgen für die Inseln: “Seit 2000 beobachten wir starke Wetterveränderungen wie z.B. starke Regenfälle und heiße Calima auf dem Archipel. Das ist ein klares Zeichen für den Klimawandel.” Kurzer, aber heftiger Niederschlag sowie starke Winde und tropische Stürme nehmen hier seit Jahren zu. Laut dem Klimaexperten erwartet die Kanarischen Inseln weiterhin stärkere, intensive Regenfälle sowie heftige Winde bis hin zu tropischen Stürmen. Bis 2020 erwartet der Klimaforscher einen Anstieg der Durchschnittstemperatur von 1% und einen Anstieg der Wassertemperatur von rund 0,5%.

Quelle: Radio Megawelle

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Spanien – Schwere Dürre

Spanien leidet unter der schwersten Dürre seit mindestens 40 Jahren. Vor allem in den Autonomien entlang des Mittelmeeres hat es seit 18 Monaten kaum noch geregnet, dort herrsche sogar die schwerste Dürre seit 1912. Laut dem Sprecher der spanischen Wasserversorgung, Jaime Palop, werde die Situation kritisch wenn sich die Wetterlage in den kommenden Monaten nicht ändere. In ganz Spanien sind die Wasserreserven um mehr als 50% gesunken. In Katalanien sind die Staudämme sogar nur noch zu einem Fünftel gefüllt und haben damit fast schon die Grenze erreicht, ab der das Wasser als unbrauchbar gilt. Insgesamt ist dort in den vergangenen Monaten 40% weniger Regen als gewöhnlich gefallen, so eine Sprecherin des spanischen Wetterdienstes. Das Ayuntamiento von Barcelona sucht bereits nach Möglichkeiten, sich anderweitig mit Wasser zu versorgen. Der Wassermangel könnte auch dem Tourismussektor stark schaden. Zudem sagt der Chef des spanischen Bauernverbands Fenacore, Andrés del Campo, nur wenn es innerhalb der nächsten Tage in Strömen gieße, wäre die Ernte gerettet. Falls nicht, droht eine Katastrophe.

Quelle: Radio Megawelle

In Spanien ist das erste wasserstoffbetriebene Flugzeug getestet worden. Das meldet der US-Flugzeugbauer Boeing. Der zweisitzige österreichische Motorsegler mit einer Flügelspannweite von 16,3 Metern und einem Gewicht von 800 Kilogramm hat bereits drei Testflüge über dem Flugplatz von Ocaña südlich von Madrid erfolgreich absolviert. Es handelte sich um den ersten bemannten Flug mit einer Wasserstoff-Brennstoffzelle in der Geschichte der Luftfahrt. Boeing arbeitet seit Jahren an der Entwicklung neuer Technologien für umweltverträgliche Produkte. Eine Brennstoffzelle wandelt Wasserstoff in Elektrizität und Wärme um, ohne klimaschädliche Produkte wie etwa Kohlendioxid zu erzeugen. Der Pilot kann das Flugzeug mithilfe der Energie aus einer Lithium-Ionen-Batterie und aus den Wasserstoff-Brennstoffzellen bis zu 1.000 Meter Höhe steigen lassen. Laut Boeing könnte die Brennstoffzellen-Technologie in Zukunft kleinere Luftfahrzeuge antreiben. Für große Verkehrsflugzeuge sei der Antrieb aber nicht geeignet.

Quelle: Radio Megawelle