Tagesarchiv für den 17.04.2008

KindergartenAuf den Kanarischen Inseln sind bisher in den vergangenen Wochen knapp 140 Kinderbetreuungsstätten geschlossen worden – weitere sollen folgen. Das hat eine Sprecherin des zuständigen Ministeriums für Gesundheit gestern angekündigt. Grund für die Schließungen waren erhebliche Mängel, die bei Routinekontrollen festgestellt worden sind. Die meisten Einrichtungen entsprechen dabei nicht den Vorschriften für Hygiene und Gesundheit. Knapp 100 der geschlossenen Betreuungstätten sind in der Provinz Santa Cruz und 38 in der Provinz Las Palmas. Die Kindergärten dürfen auch in Zukunft mit verschärften Kontrollen rechnen. Die Regierung in Madrid hat im vergangenen Jahr die Auflagen für den Betrieb von Betreuungseinrichtungen nachgebessert und damit auf die Forderungen protestierender Eltern reagiert.

Quelle: Radio Megawelle

AldiAuf den Kanaren soll es in den kommenden Jahren keine weiteren Lizenzen mehr für Großmärkte und große Handelsketten geben. Darauf hat sich der Vorsitzende der Kanarischen Regierung, Paulino Rivero, gestern auf Lanzarote festgelegt. Die Regierung will damit die kleinen und mittleren Betriebe der Inseln schützen, viele alteingessenen Betriebe mussten in den vergangenen Jahren wegen des Konkurrenzdrucks der Großmärkte ihre Läden schließen. Rivero betonte, dass die Großmärkte zu einer Monopolwirtschaft auf den Inseln führen könnten, um das zu verhindern, müssen die Genehmigungen in Zukunft stark eingeschränkt werden. Neue Bewerber bleiben damit vorerst ohne Chancen auf eine Niederlassungsgenehmigung.

Quelle: Radio Megawelle

TourismusbrancheGute Nachrichten für den Tourismus auf den Kanarischen Inseln. Den Ergebnissen einer Studie des Tourismusverbandes nach erreichen die Umsätze aus dem mit Abstand stärksten Wirtschaftszweig auf dem Archipel in diesem Jahr erstmals wieder Topwerte. Seit 1998 waren die Umsatzzahlen der Tourismusbranche rückläufig, obwohl jährlich mehr Touristen auf den Inseln gezählt wurden. Die zu erwartenden guten Ergebnisse für dieses Jahr sind in erster Linie auf neue Tourismuszweige zurückzuführen. Charter- und Alternativurlaub kompensieren rückläufige Branchenzweige. Der Tourismusverband spricht wörtlich von “satten Gewinnen in 2008″.

Quelle: Radio Megawelle

RegierungDie neue spanische Regierung um José Luis Zapatero will die schwache Wirtschaft des Landes mit einem umfangreichen Finanzierungsprogramm unterstützen, um die Konjunktur anzukurbeln. Kritik kommt bei diesem Vorhaben allerdings gleich von der spanischen Zentralbank. Denn das neue Regierungskabinett hat bisher noch nicht bekannt gegeben in welchen Bereichen sie die geplanten 10 Milliarden Euro einsparen wollen. Miguel Ángel Fernández Ordóñez, Chef der Zentralbank, sieht den Haushaltsüberschuss damit in Gefahr. Die Regierung Zapateros will das Konjunkturprogramm bereits Morgen verabschieden, welche unter anderem eine Rückzahlung von 400 Euro an jeden Steuerzahler vorsieht. Die Maßnahme war ein Wahlkampfversprechen Zapateros und schlägt mit insgesamt sechs Milliarden Euro zu Buche. Zudem will die Regierung den Mindestlohn erhöhen, in die Infrastruktur des Landes investieren und den Bau von mehr Sozialwohnungen unterstützen.

Quelle: Radio Megawelle

Der FC Valencia hat mit dem deutschen Nationaltorwart Timo Hildebrand den spanischen Königspokal gewonnen. Die Spieler des FC Valencia besiegten im Finale in Madrid gegen den FC Getafe. Vor 55.000 Zuschauern gewann Hildebrands Team im Estadio Vicente Calderon mit 3:1 und sicherte sich damit zum siebten Mal in der Vereinsgeschichte den nationalen Pokal. Die Mannschaft des niederländischen Trainers Ronald Koeman ging dabei bereits nach vier Minuten durch einen Treffer von Juan Mata in Führung. Nur acht Minuten später erhöhte Abwehrspieler Alexis auf 2:0 für den krisengeschüttelten Champions-League-Teilnehmer, der in der Nachspielzeit der ersten Hälfte den Gegentreffer vom Elfmeterpunkt durch Esteban Granero hinnehmen musste. Nationalspieler Fernando Morientes sorgte jedoch mit seinem Kopfball zum 3:1 in der 83. Minute für den Endstand.

Quelle: Radio Megawelle

400 Tonnen Müll auf den Straßen dazu Vandalismus und mehrere dutzend Anzeigen innerhalb einer Woche. Die Situation in Puerto de la Cruz auf Teneriffa zwischen den Angestellten der Müllabfuhr und dem Ayuntamiento (Gemeinderathaus) ist verhärtet. Die Angestellten der Entsorgungsfirma gehen heute in den sechsten Streiktag. Heute wird ein Beamter des Gesundheitsamtes in Puerto de la Cruz erwartet, um die Situation zu bewerten. Sollte der angefallene Müll eine gesundheitliche Gefahr für die Bevölkerung darstellen, wird den Verantwortlichen des Ayuntamientos nichts anderes übrig bleiben, als den Auftrag an eine Fremdfirma zu vergeben. Die streikenden Arbeiter werden ihre Tätigkeit erst wieder aufnehmen, wenn ihre Forderungen erfüllt werden – mehr Lohn, bezahlte Überstunden und die Erfüllung ihres Dienstleistungsvertrages. Das Ayuntamiento von Puerto de la Cruz hat nach Aussagen eines Gewerkschaftssprechers immer wieder andere Firmen beauftragt, obwohl ein Exklusiv-Vertrag besteht.

Quelle: Radio Megawelle

WetterHat das Wetter letzte Woche den Flugbetrieb auf der Insel La Palma praktisch zum Erliegen gebracht, warnt das spanisch-meteorologische Institut schon vor dem nächsten Sturm.
Besonders betroffen werden die Inseln Lanzarote und Fuerteventura sein sowie höhere Lagen auf Teneriffa wie La Orotava und Vilaflor, Gran Canaria und La Palma. Es werden
Windgeschwindigkeiten von bis zu 80 km/h erwartet. Die kanarische Agentur “Estatal de Meteorología”, kurz AEM, hat Alarmstufe Gelb ausgegeben. Die Warnstufe wird bis
mindestens Donnerstag Mittag aufrecht erhalten.

Quelle: Radio Megawelle

StörfallDie spanische Nuklearbehörde hat den Störfalls im Kernkraftwerk Ascó I im katalonischen Tarragona im Osten Spaniens Anfang der Woche auf Stufe zwei erhöht. Das bedeutet einen offiziellen Störfall. Während inzwischen klar ist, dass die Betreibergesellschaft des Atomkraftwerks den Austritt von Radioaktivität vom 28. November 2007 verschleiert hat, sollen nun rund 800 Menschen auf mögliche Strahlenschäden untersucht werden. Das berichtet die Wirtschaftszeitung “Cinco Días”. Die Aufsichtsbehörde “Consejo de Seguridad Nuclear”, kurz CSN, hat angekündigt, ein Verfahren gegen die Betreibergesellschaft des Kernkraftwerks einzuleiten. In einer am Montag verbreiteten Stellungnahme des CSN heisst es: Nach den uns heute zur Verfügung stehenden Informationen ist durch die Lüftung der Anlage Radioaktivität augetreten. Die entwichene Menge ist höher als die, die uns von der Betreibergesellschaft ursprünglich mitgeteilt wurde. Der Vorfall hat sich im November ereignet. Die CSN ist allerdings erst am 4. April 2008 darüber informiert worden. Die internationale Umweltschutzorganisation Greenpeace fordert die Schließung der Anlage. Nach Angaben eines Sprechers der Organisation ist dies nicht der erste schwere Unfall in der Anlage gewesen.

Quelle: Radio Megawelle

BrandMit 12.000 Liter Wasser hat die Feuerwehr in Puerto del Rosario auf Fuerteventura die Lagerhallen von Coca-Cola gelöscht. Der Brand war gestern Nachmittag ausgebrochen und hat große Teile der Halle zerstört. Verletzt wurde dabei niemand. Bisher ist unklar, warum das Feuer ausgebrochen ist. Brandexperten der Feuerwehr untersuchen zur Stunde den Unfallort. Der Sachschaden beträgt nach ersten Informationen über 100.000 Euro. Anliegende Büros mußten wegen des starken Rauches geschlossen werden.

Quelle: Radio Megawelle

Die seit acht Tagen auf Gran Canaria vermißte Estefanía ist wieder nach Hause zurück gekehrt. Das erst 16-jährige Mädchen war am siebten April aus ihrem Elternhaus in Castillo del Romeral ausgerissen. Nach einer inselweiten Polizeifahndung erhielt die Mutter Anrufe der Tochter, in der sie gebeten wurde die Fahndung zurück zu ziehen. Nach einem kanarenweiten Interview auf TV Canarias hat sich die Tochter auf dem Polizeirevier von Maspalomas gemeldet. Auf einem Termin beim Jugendamt soll nun die Beziehung von Mutter und Tochter geklärt werden.

Quelle: Radio Megawelle

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