Tagesarchiv für den 18.04.2008

ZerstörerKeine militärische Gefahr geht von den fünf Kriegsschiffen aus die seit gestern im Hafen von Las Palmas auf Gran Canaria liegen. Die aus Frankreich, England und Spanien stammenden Zerstörer sind auf dem Weg zu einem internationalen Manöver vor der brasilianischen Küste. Ab dem 4. Juni werden Marine und Landstreitkräfte dort den Ernstfall proben. Mit dabei ist auch der spanische Flugzeuträger “Príncipe de Asturias”. Im Hafen von Santa Cruz auf Teneriffa liegt zur Stunde ein Zerstörer der brasilianischen Marine. Das Schiff kann über das Wochenende besichtigt werden. Ab Montag wird die Besatzung Kurs auf die brasilianische Küste nehmen.

Quelle: Radio Megawelle

BodennebelDer Nord-Flughafen Los Rodeos auf Teneriffa hat gestern den Flugbetrieb für zwei Stunden eingestellt. Grund dafür war dichter Bodennebel. Fünf Maschinen wurden komplett gestrichen – zehn Flugzeuge wurden kurzfristig umgeleitet. Darunter auch zwei Chartermaschinen von Iberia und Air Berlin mit Ziel Los Rodeos welche deshalb auf dem Reína Sofia Flughafen im Süden der Insel landeten. Traurige Erinnerungen werden dabei wach: Am 27. März 1977 war dicker Bodennebel die Ursache für das bisher schwerste Flugzeugunglück der zivilen Luftfahrtgeschichte. Damals kamen in Los Rodeos 583 Menschen ums Leben als zwei Boeing 747 auf der Startbahn kollidierten. Die Schließung gestern verlief dagegen reibungslos. Lediglich einige verärgerte Passagiere mußten auf den Südflughafen ausweichen, um von Teneriffa aus auf andere Inseln zu fliegen.

Quelle: Radio Megawelle

SurferMutige Surfer haben im Wasser vor dem Las Canteras Strand bei Las Palmas auf Gran Canaria zwei junge Kolumbianer das Leben gerettet. Bei starkem Wellengang sind die beiden Anfänger mit Surfbrettern ins Wasser gegangen, konnten aber wenig später aufgrund der starken Strömung nicht mehr das Ufer erreichen. Als sie versuchten ohne Wellenbrett schwimmend an den Strand zu gelangen, gerieten sie durch die hohe Brandung in Lebensgefahr. Ein Augenzeuge berichtet: “Der Junge hat sich umgeschaut ob irgendwo jemand ist der helfen kann, ab es war niemand da. Es gab auch keine Strandaufsicht die hätte helfen können. Einige Surfer haben dann auf ihren Brettern den Beiden geholfen. Während dessen haben andere die Ambulanz gerufen. Es geht beiden soweit ich gesehen habe schlecht. Einer der Beiden ist kaum mehr bei Bewußtsein, der der am längsten im Wasser war…” Laut einem Sanitäter hätten die beiden Kolumbianer nicht länger im Wasser überlebt. Ohne den Einsatz der Wellenreiter wären die Beiden ertrunken. Sie wurden gestern ins Hospital Doctor Negrín in Las Palmas gebracht.

Quelle: Radio Megawelle

UniRund 25.000 Studenten werden heute den Vorlesungssälen an der Universität von La Laguna fernbeleiben. Mit dem Streik protestieren die angehenden Akademiker gegen kürzere Vorlesungszeiten und die Streichung von Stipendien. Der Streik ist einerseits an das Bildungsministerium in Madrid gerichtet – da auf den Kanarischen Inseln spanienweit die meisten Stipendien beantragt werden, zum anderen vertritt die Studentengewerkschaft das Argument, kürzere Vorlesungszeiten führen zu einem deutlichen Qualitätsverlust der Ausbildung. In Zukunft würden kürzere Vorlesungszeiten im spanienweiten Vergleich laut einem Studentensprecher zu einem Nachteil für die beiden Kanarischen Universitäten führen und damit auch für die Absolventen bei der Jobsuche. Der Warnstreik ist nur für heute angesetzt. Die Studentengewerkschaft hat aber Folgestreiks angekündigt, sollte eine entsprechende Reaktion der Verantwortlichen ausbleiben.

Quelle: Radio Megawelle

KraftwerkBei einer Schließung der beiden Kraftwerke von Las Caletillas auf Teneriffa und Jinámar auf Gran Canaria würde mehr als die Hälfte des Kanarischen Archipels ohne Strom sein. Das hat Jorge Rodríguez, Wirtschaftsminister der Regierung, gestern auf einer Sitzung für Umwelt und Natur bekannt gegeben. Mehr als 500.000 Tonnen CO² pro Jahr stößt alleine das Kraftwerk Las Caletillas bei Candelaria auf Teneriffa aus. Das sind 200.000 Tonnen mehr als erlaubt. Laut Rodríguez hängt aber mehr als die Hälfte der Industrie und Haushalte auf Teneriffa vom Betrieb dieses Kraftwerkes ab. Die Erfüllung der Emissionsrichtlinien sei laut dem Minister zwar zu erfüllen, allerdings müssen dafür erst mehr alternative Energielieferanten geschaffen werden. Die bestehenden Windkraftwerke tragen Rodríguez zur Folge zur Zeit lediglich 2% des Energiebedarfs bei. Die Regierung hatte 2005 ein entsprechendes Papier unterschrieben, um in Zukunft auf regenerative Energien zurückzugreifen. Ein Prozess der Gloria Gutiérrez von der Opposition deutlich zu langsam von Statten geht.

Quelle:Radio Megawelle

CDTDer CD Tenerife spielt am Wochenende gegen den Vorletzten der 2. Spanischen Liga in Xerez. Für José Antonio Culebras, Verteidiger des Hauptstadt-Clubs aus Santa Cruz ein schweres Spiel, denn “die Mannschaften aus der Abstiegszone seien viel gefährlicher, als die aus dem oberen Tabellenfeld.” Die Mannschaft von Luis Oltra hat weiterhin Ambitionen auf den Aufstieg in die Primera División. Der CD Tenerife belegt zur Zeit mit 47 Punkten den sechsten Tabellenplatz, auf einen Aufstiegsplatz fehlen der Mannschaft lediglich fünf Punkte. Anpfiff ist am Sonntag um 16.30 Uhr kanarischer Zeit. Der UD Las Palmas hat sich aus den Abstiegsrängen befreit, muß aber am Samstag zuhause gegen Alavés punkten. Der Abstand auf einen Abstiegplatz beträgt lediglich vier Punkte. Anpfiff ist am Samstag um 17:30 Uhr.

Quelle: Radio Megawelle

MartianezAls dramatisch und gesundheitsgefährdend hat Jaime Coello, Stadtrat für Umwelt, die Situation in den Straßen von Puerto de la Cruz beschrieben. Nach sechs Tagen Streik der Reinigungskräfte liegen mehr als 400 Tonnen Müll in den Straßen von Puerto. Gestern Nachmittag mußte die Policia Local eingreifen, nachdem aus gesundheitlichen Gründen Fremdfirmen beauftragt wurden, den Müll zu beseitigen. Sechs streikende Mitarbeiter warfen mit Mülltüten auf die Mitarbeiter der Fremdfirma, die gestern mit der Beseitigung der Straßen in Puerto de la Cruz begonnen haben. Die Streikenden fordern mehr Lohn, bezahlte Überstunden sowie die Einhaltung des Vertrages zwischen Ayuntamiento und den Reinigungskräften. Trotz bestehender Verträge sind aus Kostengründen immer wieder andere Firmen mit der Müllbeseitigung beauftragt worden. Nach Aussagen eines Sprechers des Ayuntamientos in Puerto de la Cruz, sollen bis morgen die Straßen wieder sauber sein.

Quelle: Radio Megawelle