Leopoldo Calvo-Sotelo, ehemaliger spanischer Regierungschef, ist in Madrid im Alter von 82 Jahren an Herzversagen gestorben. Der Politiker war einer der Männer, die den Übergang Spaniens in die Demokratie entscheidend mitprägten. Die Regierung ordnete drei Tage Staatstrauer an und ließ den Sarg im Parlament aufbahren, wo Tausende von Menschen Abschied genommen haben. Auch der spanische König Juan Carlos erschien persönlich, um die historische Bedeutung des Politikers zu würdigen. Wenige Jahre nach dem Ende der Franco-Diktatur hatten beide Männer einen Staatstreich verhindert. Calvo-Sotelo sollte am 23. Februar 1981 gerade zum Regierungschef gewählt werden, als Oberstleutnant Antonio Tejero bewaffnet ins Parlament eindrang und die Amtseinführung unterbrach. Drei Tage nach dem mißglückten Staatsstreich konnte Calvo-Sotelo sein Amt antreten. Seine Amtszeit war mit 21 Monaten die kürzeste in der Geschichte der spanischen Demokratie. Erfolgreich widersetzte sich Calvo-Sotelo seinerzeit dem Druck der Franco-Getreuen, die Putschisten ungeschoren davonkommen zu lassen, auch weigerte er sich, das Baskenland zu besetzen, als die Terrororganisation Eta Spanien mit blutigen Anschlägen erschütterte.
Quelle: Radio Megawelle
In El Aaiún, bei Tarfaya an der marokkanischen Küste, warten immer noch 68 Passagiere der vergangenen Mittwoch gesunkenen Fähre Assalamas auf eine Reaktion der Reederei. Mehrfach haben die Geschädigten die Hoja de reclamaciones, das sogennante Beschwerdebuch gefordert. Die 68 Passagiere fordern eine schriftliche Bestätigung und eine Garantie von 3.000 Euro pro Person auf ein Entschädigungsverfahren. Die Reederei Naviera Armas hat 300 Euro pro Person angboten und den verbleibenden Passagieren eine Frist von 24 Stunden gegeben um das Hotel zu verlassen. Danach muß jeder selbst für seine Unterbringung aufkommen. Die Verbindung zwischen Fuerteventura und Tarfaya wird in den kommenden Tagen wieder aufgenommen. Unter den 68 Passagieren befindet sich auch das in Fuerteventura lebende Ehepaar Toth. Die beiden schweizer Staatsbürger Peter und Judith Toth gaben an sich lieber an das Boot ketten zu wollen, als unverrichteter Dinge abzuziehen. Das Notebook mußte bei der Rettungsaktion zurück gelassen werden. Auf der Festplatte befindet sich der fertige Text für zwei Romane, die Arbeit aus den vergangenen drei Jahren.
Quelle: Radio Megawelle
Während des verlängerten Wochenendes vom 1. bis 5. Mai sind auf Spaniens Straßen 129 Personen verhaftet worden, die ohne Führerschein am Steuer ihres Fahrzeugs saßen. Seit dem 1. Mai gilt in Spanien eine neue Strafgesetzgebung. Diese sieht im Fall von Fahren ohne gültigen Führerschein bis zu sechs Monate Haft vor. Von den 129 Personen die während der letzten Tage ohne Fahrerlaubnis kontrolliert wurden haben 116 noch nie einen Führerschein besessen.
Quelle: Radio Megawelle
In El Morrete, Tarajalillo in San Agustín auf Gran Canaria haben Anwohner die Guardia Civil verständigt, nachdem sie ein kleines Holzboot verlassen am Strand entdeckt haben. Rund um die kleine Patera sind verschiedene Kleidungstücke und Essensreste gefunden worden. Sieben Immigranten aus Afrika konnten bisher von der Guardia Civil festgenommen werden. Es handelt sich um vier Männer und drei Frauen. Bei zwei der Frauen geht die Polizei von Minderjährigen aus. Bisher ist nicht bekannt wie viele Afrikaner sich an Bord des knapp sechs Meter langen Holzboot befunden haben.
Quelle: Radio Megawelle
In den Tourismusbüros und Zentren auf Lanzarote gibt es seit heute einen neuen Reiseführer. Er ist mehr als 100 Seiten stark und in fünf Sprachen übersetzt. Für rund neun Euro erhalten neben spanischen Urlaubern, auch Engländer, Deutsche, Franzosen und Italiener neben viel Information auch über 1000 Bilder die zum Teil die Insel zeigen wie sie vor 40 Jahren war. Der Reiseführer ist zum ersten Mal auf ökologischem Papier gedruckt worden. Herausgeber ist auch in diesem Jahr die CACT, Centros de Arte, Cultura y Turismo. Zu kaufen gibt es den neuen Reiseführer Lanzarote 2008 in allen Touristen Informationen und Museen.
Quelle: Radio Megawelle
Rund 300 Mitarbeiter der Küstenwache und des Rettungsdienstes haben vor dem Strand von Las Canteras auf Gran Canaria den Absturz eines Flugzeuges simuliert. Vom Strand aus beobachteten gestern mehrere hundert Schaulustige die Übung bei der Hubschrauber, Seenotrettungskreuzer und mehrere dutzend Zodiac Schlauchboote im Einsatz waren. Rund 50 Personen waren mit verschiedenen Farben markiert, trieben im Wasser und wurden während der Übung von den Einsatzkräften gerretet. Während der vergangenen 50 Jahre hat der spanische Seenotrettungsdienst, kurz SAS, bei rund 7.000 Einsätzen mehr als 4.000 Menschenleben gerrettet.
Quelle: Radio Megawelle
Die kanarische Regierung stellt sich auf den Klimawandel ein. In Zukunft werden auf den Kanarischen Inseln Steuern nach Abgasmenge berechnet und nicht wie bisher pauschal. Damit geht die Agencia de Desarrollo Sostenible, die kanarische Agentur für Entwicklung, einen wichtigen Schritt in Richtung Umweltschutz und setzt die Betreiber unter Druck. Bisher wurde der Emisionsaustoß pauschal berechnet, ohne Berücksichtigung von Filteranlagen und Menge. In zukunft werden Unternehmer aufgrund der neuen Steuerberechnung stärker an einer Reduzierung der Emision interssiert sein. Denn nach dem neuen System der Agencia de Desarrollo Sostenible, bedeuten weniger Abgase auch weniger Steuern.
Quelle: Radio Megawelle
Die Zahl der Fahrzeugneuanmeldungen ist auf Teneriffa im April um 18% gesunken. Besonders davon betroffen sind Geländefahrzeuge. Hier verzeichnen die Autohäuser einen Rückgang von gut 37%. Zurückzuführen ist diese Veränderungen auf die allegmeine Rezesion. Die spanische Vereinigung FACONAUTO mit Hauptsitz in Madrid geht in den kommenden Monaten von einer Steigerung der Verkaufszahlen im Gebrauchtwagensektor aus. Aufgrund von steigender Zinsen bei der Finanzierung würden sich viele Spanier eher für einen Gebrauchtwagen entscheiden.
Quelle: Radio Megawelle