Tagesarchiv für den 26.05.2008

IronanIn genau 8 Stunden 59 Minuten und 37 Sekunden hat der Belgier Bert Jammaer gestern die 17. Auflage des IRONMAN Lanzarote gewonnen. Mit besten Leistungen in allen drei Disziplinen konnte er den Finnen Teemu Toivanen und den zweimaligen Sieger Ain-Alar Juhanson auf die hinteren Plätze verweisen. Die Britin Bella Comerford siegt bei den Frauen vor Heleen bij de Vaate und Tara Norton. Der Viertplazierte Frederic Kohl aus Österreich sagte gestern wenige Sekunden nach dem Zieleinlauf: “Der Ironman Lanzarote gilt weltweit als einer der härtesten und als gute Vorbereitung auf den bekanntesten IRONMAN Wettbewerb auf Hawaii.” Beim IRONMAN Lanzarote müßen die Teilnehmer 3,8 km Schwimmen, 180 km Radfahren und 42,2 km Laufen.

Quelle: Radio Megawelle

EurovisionKnapp 14 Millionen Spanier haben sich den Eurovisions Song Contest am Wochenende im Fernsehen angesehen. Ab 22.35 bis 00:16 sahen mehr als 13 Millionen den Auftritt von Rodolfo Chikilicuatre. Geholfen hat es dem spanischen Vertreter trotzdem nicht. Mit seinem Song Baila el ChikiChiki landetet der spanische Musiker mit seiner Plastikgitarre nur auf Platz 16. Allerdings noch der deutschen Girl Band No Angels. Die vier Musikerinnen erhielten insgesamt nur 14 Punkte, zwölf davon aus Bulgarien, der Heimat einer der Sängerinnen, wo sie als Jury-Mitglied einer TV-Castingshow arbeitet. Platz 23. Als Gewinnerin des Eurovisions Song Contest 2008 steht der Russe Dima Bilan fest.

Quelle: Radio Megawelle

ToteDrei tote Immigranten, daß ist die traurige Bilanz vom Wochenende auf den Kanarischen Inseln. In der Nähe des Leuchturms vor Maspalomas auf Gran Canaria hatte die Küstenwache in der Nacht von Samstag auf Sonntag ein Cayuco mit 68 Personen an Bord lokalisiert. Mehrere Immigranten waren in einem lebensbedrohlichen Zustand, zwei Afrikaner hatten die Strapazen der Überfahrt mit dem Leben bezahlt. Sieben Personen mußten wegen Unterkühlung und Dehydration im Krankenhaus behandelt werden. Ein weiterer Afrikaner starb gestern Vormittag im Hospital Doktor Negrín. An Bord des Cayucos befanden sich auch 15 Minderjährige.

Quelle: Radio Megawelle

SteuergesetzGute Nachrichten für Arbeitnehmer und Arbeitgeber in Spanien. Die Regierung in Madrid hat bereits am Freitag eine Korrektur des Steuergesetztes beschloßen. In Zukunft wird mit Freibeträgen auf Weihnachts- und Urlaubsgeld versucht auf die Talfahrt der spanischen Wirtschaft zu reagieren. Auch die Lohnsteuer soll in den einzelnen Stufen weicher ausgelegt werden können. Auch auf bestimmte Sonderzahlungen soll der Fiskus nicht mehr zugreifen können. Die Regierung um José Luis Rodríguez Zapatero erfüllt damit ein seit dem Wahlkampf ausgesprochenes Versprechen. Ob damit der Konsum und damit die Wirtschaft in Spanien angekurbelt wird, bleibt abzuwarten.

Quelle: Radio Megawelle

BordellIn La Laguna auf Teneriffa hat die Polizei vier Personen festgenommen. Sie sollen in einem Lokal ein illegales Bordell betrieben haben. Zwei der Verhafteten sind männlich und stammen aus La Laguna, die beiden Anderen sind Brasilianerinnen ohne gültige Aufenthaltsgenehmigung. Nach ersten Angaben der Polizei haben sich die beiden Tinerfenos um die Organisation des Lokals gekümmert, die beiden Frauen aus Brasilien um die Wünsche der Kunden. Die Polizei geht von rund 20 Millionen Euro jährlich aus, die mit illegaler Prostitution umgesetzt werden. 90% der Prostituierten sind Ausländerinnen ohne gültige Aufenthaltsgenehmigung.

Quelle: Radio Megawelle

RückführungBis zu eineinhalb Jahre Abschiebehaft drohen illegalen Einwanderern künftig in der EU. Die Botschafter der Mitgliedsstaaten haben sich auf die neue Rückführungs-Richtlinie, die die Abschiebung einheitlich regeln soll, geeinigt. Illegale Immigranten – zum Beispiel aus Afrika – sollen demnach legalisiert oder in die Heimat zurückgeschickt werden – freiwillig oder sonst mit Zwang. Die Staaten können sie dabei sechs Monate in Abschiebehaft nehmen, in Einzelfällen bis zu achtzehn Monate. Kritiker befürchten eine Verschärfung in Ländern wie Spanien und Italien die bislang kürzere Abschiebehaft vorsehen. Die Verfechter betonen hingegen, dass es darum gehe, die Menschen aus der Illegalität herauszuholen. Im Juni stimmt das Europa-Parlament darüber ab, auch dort ist der Text umstritten. Bisher gilt der Grenzübertritt nicht als krimineller Akt. Sollten die Vertreter im Euro-Parlament zu einer positiven Abstimmung bei diesem Gesetzesvorschlag kommen, währe in Zukunft der Grenzübertritt ein Delikt mit Haftandrohung. Laut dem Europa-Politikforscher Sergio Carrera keine Lösung für illegale Immigration.

Quelle: Radio Megawelle

StarsDie Insel Lanzarote steht seit gestern ganz im Zeichen von Stars und Sternchen. Mit dem spanischen Regisseur Pedro Almodóvar und der Schauspielerin Penélope Cruz sind seit Sonntag zwei international anerkannte Weltstars auf der Insel. Ab morgen sollen die Dreharbeiten zum Film ‘Los Abrazos Rotos’ beginnen. Penélope Cruz spielt die Hauptrolle in dem Thriller. Die Vulkaninsel soll den Streifen in Szene setzen. Laut der Nachrichtenagentur EFE werden mehr als 200 Protagonisten und Statisten am Set erwartet.

Quelle: Radio Megawelle

112Einen runden Geburtstag feiert der Notruf 112 auf den Kanarischen Inseln. Gut 9.000 Anrufer pro Tag melden Unfälle, Brände, Verbrechen und die Ankunft von Cayucos oder Pateras. Damit wird die zentral gesteuerte Notrufzentrale 10 Jahre alt. Die Kanaren waren dem spanischen Festland damals um drei Monate vorraus. Davor gab es keine Notrufleitzentrale und die Anrufer wurden lokal verwaltet. Gut die Hälfte der Personen die heute die Nummer 112 wählen, wollen gar keinen Notruf absetzten. Viele wollen Informationen zur Seguridad Social oder auch zum Steuerrecht. Laut Juan Francisco Pérez, Chef der Notrufleitzentrale auf den Kanarischen Inseln, steigen in den drei Sommermonaten die Spaßanrufer dramatisch an. Gelangweilte Schulkinder sitzen dann oft zuhause, während ihre Eltern arbeiten und wählen die 112 um neue Witze zu erzählen. Pünktlich zum 10 jährigen Geburtstag soll jetzt eine Computersoftware die Spaßanrufer filtern um für noch mehr effizienz zu sorgen.

Quelle: Radio Megawelle