Monatsarchiv für Juli 2008

BananenDie Europäische Union und die lateinamerikanische Vereinigung der Bananenbauern haben sich auf eine Senkung der EU-Einfuhrzölle für Bananen aus Lateinamerika geeinigt – zum Schaden der kanarischen Bananenbauern. Der Präsident des Verbandes hat bereits Anfang der Woche Proteste gegen die neue Vereinbarung angekündigt. Die kanarischen Landwirte sehen mit den sinkenden Zöllen ihre Existenzen bedroht. Bisher haben die hohen Einfuhrzölle einen harten Preiskampf auf dem europäischen Bananenmarkt verhindert, durch die neue Vereinbarung könnten die Preise fallen, die kanarischen Bananen wären damit nicht mehr konkurrenzfähig. Die kanarische Autonomieregierung hat den Bananenbauern bereits ihre Unterstützung zugesagt, und will vor der Kommission Einspruch erheben. Allerdings mit wenig Aussicht auf Erfolg. Bereits Anfang des Jahres hat die Europäische Kommission einen Beschluß verfaßt, aus dem hervor geht, in Zukunft deutlich kritischer mit Subventionen umzugehen, als in der Vergangenheit. Die Einfuhrzölle für Bananen aus Lateinamerika sind in den vergangenen Jahren nur deshalb so hoch gewesen um europäische Produzenten zu unterstützen.

Quelle: Radio Megawelle

Seit Sonntag sind rund 90 Afrikaner im Gefängnis Teneriffa II in La Esperanza in Hungerstreik getreten. Die illegalen Immigranten waren innerhalb der vergangenen zwei Monate auf den Kanarischen Inseln angekommen. Im Gefängnis einsitzen müssen sie, weil ihnen vorgeworfen wird als Bootsführer in den vergangen zwei Monaten mehr als 1.000 Einwanderer aus Afrika auf die Kanaren gebracht zu haben. Die Häftlinge streiten die Anschuldigungen ab und sind bis auf weiteres in Hungerstreik getreten. Das Gefängnis Tenerife II ist völlig überfüllt. Die Anlage würde einst für 700 Häftlinge gebaut. Im Moment sind 1.650 Personen dort inhaftiert.

Quelle: Radio Megawelle

RandaleDer geplante Gefängnisbau auf Gran Canaria bei Juan Grande hat gestern zu gewaltsamen Ausschreitungen zwischen Demonstranten und Polizei geführt. Dabei sind mehrere Demonstranten verletzt worden und mußten zum Teil im Krankenhaus behandelt werden. Aber auch auf politischer Ebene ist man sich noch nicht einig über den Standort der neuen Strafvollzugsanstalt. Das Gobierno de Canarias, die Autonomieregierung hat sich für diesen Standort entschieden, seitdem versucht das Ayuntamiento von Bartolomé de Tirajana auf legalem Weg eine einstweilige Verfügung zu erhalten um den Bau zu stoppen. Die Bürger aus der Region versuchen es seit Wochen mit Demonstrationen und Behinderung der Arbeiten. Gestern eskalierte die Situation, als ein Jugendlicher versuchte durch die Absperrung der Polizei zu kommen um ein Transparent anzubringen. Als er gewaltsam von der Polizei gestoppt wurde und regungslos liegen blieb, beendeten auch einige andere Demonstranten die bis dahin friedliche Kundgebung und begannen zu randalieren. Unter den Verletzten ist auch ein Parteimitglied der Los Verdes.

Quelle: Radio Megawelle

KokainDie Küstenwache hat eine beachtliche Menge an Kokain auf einem Boot vor den Kanarischen Inseln sichergestellt. Zuvor hat eine Spezialeinheit der Nationalpolizei das Schiff entern und alle fünf Besatzungsmitglieder aus Venezuela festnehmen können. Das Schiff wird nun in den Hafen von Las Palmas de Gran Canaria gebracht, es soll Ende der Woche in Las Palmas eintreffen. Die Operation stand unter dem Namen Huracán. Das Schiff mit Namen “Río Manzanares” fuhr ohne offizielle Flagge, ist aber in Venezuela registriert. Offenbar wurde auf dem offenen Meer auf andere Boote gewartet, auf die das Kokain umgeladen werden sollte. Die Polizei geht davon aus, dass die Fracht nachdem sie auf kleinere Boote verteilt wäre, an spanische Küsten geliefert werden sollte. Wie das spanische Innenministerium informiert, wurden auf dem Schiff 80 Ballen mit Kokain gefunden, insgesamt sind 2,5 Tonnen sichergestellt worden.

Quelle: Radio Megawelle

Nur in der Region Extremadura verdienen die Arbeiter weniger als auf den Kanarischen Inseln. Das geht aus einer aktuellen Studie des INE hervor. Demnach lag im vergangenen Jahr der Durchschnittsnettolohn auf dem Archipel bei 16.807 Euro. Zum Vergleich: in Madrid liegt er immerhin bei 24.1789 Euro. Das sind 30% mehr als auf den Kanarischen Inseln. Damit hat sich im Gegensatz zu den vergangenen Jahren allerdings nichts verändert. Die Kanaren liegen bei Löhnen und Gehältern im spanienweiten Vergleich schon lange auf dem vorletzten Platz.

Quelle: Radio Megawelle

FusionDie Luft wird für die spanische Fluggesellschaft Spanair immer dünner. In der vergangen Woche hat ein Sprecher des Unternehmens angekündigt, verschiedene nationale wie internationale Ziele aus Kostengründen aus dem Programm zu nehmen. Jetzt wird bekannt, dass der größte nationale Konkurrent Iberia mit der Fluggesellschaft British Airways fusionieren wird. Die Gespräche über einen Zusammenschluss würden von den Vorständen beider Gesellschaften uneingeschränkt unterstützt, teilte British Airways gestern in London mit. Beide Unternehmen würden nach den Plänen jedoch erhalten bleiben. Die Unternehmensgruppe solle an der Londoner und Madrider Börse gelistet werden. Großbritanniens größte Fluggesellschaft hatte ihren Anteil an Iberia zuletzt auf 13,15 % erhöht. Iberia wiederum hält derzeit 2,99% an British Airways und hat das Vorkaufsrecht auf weitere knapp 7% der Gesellschaft. Iberia hatte schon im vorigen Jahr als Kandidat für eine Übernahme gegolten. Neben BA war damals auch Lufthansa als potenzieller Käufer im Gespräch.

Quelle: Radio Megawelle

Die Inselregierung Teneriffas organisiert vom 18. bis zum 22. August in der Herberge “Albuerge Montes de Anaga” ein Campinglager für 9- bis 14jährige. Die Jugendlichen werden während dieser vier Tage den Landschaftspark in dieser Gegend kennenlernen. Die Organisation “Naturaventura” organsiert zusammen mit “Ideco”, welche die Infrastruktur stellte, dieses Campinglager. Mehr Informationen erhalten Sie unter den folgenden Telefonnummern: 638 957 864 oder 638 957 867

Quelle: Radio Megawelle

BademodeDer aus Gran Canaria stammende Modedesigner Antonio Sangoó ist der Gewinner der diesjährigen Bademodenschau in Düsseldorf. Erstmals stetzte sich damit ein Außenseiter gegenüber international bekannten Marken wie Torras, Isabel de Pedro, Rosalita McGee, Lenita XTG und Croissier durch. Kaufinteressenten werden es allerdings im Moment noch schwer haben eine des ausgezeichneten Badehosen oder Bikinis hier auf dem Archipel zu finden. Bisher sind lediglich 900 Boutiquen in Düsseldorf in den Genuß gekommen, eine geringe Anzahl von Austellungstücken in den Vitrinen zu zeigen. Die Bademodenwoche geht heute zu Ende. Ab kommender Woche erwarten die kanarischen Einzelhändler die Kollektion von Antonio Sangoó in den Schaufenstern.

Quelle: Radio Megawelle

ContainerDas es Auswege aus der Krise gibt hat Pedro Rodríguez Zaragoza, Chef der Hafenbehörde in Santa Cruz auf Teneriffa, eindrucksvoll in den vergangenen Monaten gezeigt. Nachdem der Konsumrückgang seit Mitte 2007 auch den Hauptstadthafen betrifft, haben die Verantwortlichen einfach die Strategie geändert. Werden im Hafen von Santa Cruz auf Teneriffa weniger Schiffe mit Gütern erwartet, so hat Zaragoza mit intensiven Verhandlungen den Hafen zu einem Knotenpunkt im internationalen Containergeschäft gemacht. In diesem Jahr werden 150.000 “Twenty-foot equivalent units”, kurz teus, in Santa Cruz umgeladen. Die 39 m³ großen Container sind internationaler Standard. Im Jahr 2010 sollen im Hafen von Santa Cruz sogar 500.000 teus verladen werden. Das sind 1.370 Container pro Tag. Damit hat der Hauptstadthafen von Teneriffa dem von Las Palmas auf Gran Canaria den Rang abgelaufen.

Quelle: Radio Megawelle

StrandDas wirtschaftliche Krisen in erster Linie arme und minderbemittelte Bürger treffen zeigt die Situation einer kanarischen Familie mit drei Kindern in Puerto de la Cruz. Seit rund drei Wochen campiert die Familie an der Playa Jardín. Das Ehepaar stammt aus dem Ort – trotz eines festen sozialen Umfeldes blieb der fünfköpfigen Familie nichts anderes übrig als an den Strand zu ziehen – das Geld für die Hypothek konnte das Ehepaar nicht mehr aufbringen. Seitdem warten Bruno und Mari mit ihren drei Kindern auf soziale Hilfe vom Staat.

Quelle: Radio Megawelle

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