Tagesarchiv für den 23.10.2008

Der Tropenmediziner Basilio Valladaras von der Universität La Laguna auf Teneriffa hat festgestellt, dass die Augenentzündungen in den letzten 20 Jahren durch die Verwendung von Kontaktlinsen zugenommen hat. Vielfach werden die Linsenbehälter nur unter Leitungswasser gereinigt. Die darin enthaltenen Acanthamöben.
Gelangen so auf die Kontaktlinsen. „Das ist deshalb so bedenklich, weil normale Kontaktlinsenreiniger die Amöben nicht abtöten”, erklärt der Wissenschaftler. Für die Studie wurden 153 Kontaktlinsenbehälter von Inselbewohnern getestet. Bei zwei Dritteln der Linsenboxen stellte er einen Amöbenbefall fest. 30 Prozent davon waren mit einer hochansteckenden Form kontaminiert. Auf den dazu gehörigen Kontaktlinsen hatten sich umso mehr Einzeller angesiedelt, je länger die Tragedauer der Sehhilfen war, von der Tageslinse ohne Befall bis zur schwer verunreinigten Zwei-Jahres-Linse. Laut Valladaras schützen die wenigsten Kontaktlinsenreiniger vor einer Entzündung der Hornhaut durch Amöbenbefall.

Quelle: Radio Megawelle

Der Bereich casco viejo de Corralejo wird nicht Neubebaut. Gestern hat das Tribunal Supremo sechs Eigenheimbesitzern ihren Grund zugesprochen, elf weitere Nachbarn warten noch auf eine Entscheidung. Der Bereich ist in den 60iger Jahren von Fischern bebaut worden. Sie hatten den Grund zwar gekauft, aber nie registriert bzw. auch keine Baugenehmigung beantragt. Auf die Entscheidung warten die Bewohner dieses Küstenstreifens seit rund vier Jahren. Damlas infromierte ein Mitarbeiter von Delval Internacional die Hausbesitzer persönlich über die anstehende Enteignung. Für die elf noch anstehenden Verhandlungen stehen die Chancen gut, dass auch diese Hausbesitzer leben und wohnen können, wo sie seit rund 40 Jahren ihren Lebensmittelpunkt haben. In Viejo de Corralejo.

Quelle: Radio Megawelle

Spanien will an künftigen Gipfeltreffen zur Lösung der globalen Finanzkrise beteiligt werden. Dies betonte Ministerpräsident Jose Luis Rodriguez Zapatero, nachdem zuvor Frankreichs Staatspräsident Nicolas Sarkozy für künftige Beratungen eine Reihe von Ländern ohne Spanien genannt hatte. Es sei seine Pflicht, dafür zu sorgen, dass die achtgrößte Volkswirtschaft der Welt an Gesprächen beteiligt werde, erklärte Zapatero gestern in Madrid. US-Präsident George W. Bush, Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy als derzeitiger EU-Ratsvorsitzender und EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso hatten bei ihren Beratungen in Camp David am Wochenende eine Serie von Gipfeltreffen vereinbart. Gestern erläuterte Sarkozy seine Ideen im Europaparlament und erklärte, die in der “Gruppe der Acht” (G8) zusammengeschlossenen führenden Industriestaaten und Russland sollten mit den fünf wichtigsten Schwellenländern G5, darunter China und Indien, über die Krise beraten. Spanien gehört nicht zur G8. Sarkozys Vorschläge wurden in Madrid auch von der konservativen Opposition kritisiert; die sozialistische Regierung steht damit unter Druck, für eine Beteiligung des Landes an Finanzgesprächen zu sorgen.

Quelle: Radio Megawelle

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Armutswelle in Spanien

Aufgrund der schweren Immobilien- und Finanzkrise steigt die Anfrage nach Armenspeisungen, Kleidung, ärztlicher Hilfe und Obdachlosenunterkünften in Spanien rasant. Bei der Caritas hat der Bedarf in den vergangenen Monaten um 40 Prozent zugenommen, wie die katholische Hilfsorganisation gestern berichtete. Von der neuen Armutswelle seien vor allem Familien, in denen der Vater arbeitslos wurde, alleinerziehende Mütter sowie Rentnerinnen mit Minimalrenten betroffen. Die Hilfsorganisation befürchtet, dass die Zahl der Anfragen von Bedürftigen bis Jahresende noch bis auf 55 Prozent im Vergleich zum Vorjahr steigen könnte. Das katholische Hilfswerk hat nach eigenen Angaben im laufenden Jahr landesweit rund 200 Millionen Euro für Hilfsprojekte ausgegeben und damit 10 Millionen Personen unterstützt. Agea forderte mit Blick auf die zunehmende Verarmung vieler Spanier, dass sich auch die Regierung mehr für den Kampf gegen die Armut im eigenen Land einsetze. Nur 8,6 Prozent der Gelder, die Caritas für die Unterstützung von Hilfsbedürftigen ausgebe, stamme aus öffentlichen Kassen.

Quelle: Radio Megawelle

FinanzspritzeDie Kanarischen Inseln erhalten eine unerwartet Finanzspritze. Zusammen mit anderen ultraperiferen Zonen soll der Archipel 7,8 Milliarden Euro Investitionsumme erhalten. Danuta Hübner, EU Kommisarin, gestern in Brüssel: In der Zeit von 2007 bis 2013 werden wir in den Zonas Ultraperifericas 7,8 Milliarden Euro investieren. Damit entfallen auf die Kanaren eine Summe von 1,02 Milliarden. Dabei geht es nicht nur um die Unterstützung der Regionen Canarias, Azoren, Guadalupe, französisch Gayana, Madeira, Martinic und Reunión. In Zukunft sollen auch die Länder auf dem Kontinent von den Inselgruppen profitieren. Nirgendwo sonst werden schon heute erneuerbare Energien so stark gefördert und eingesetzt wie auf diesen Inseln. Die Komissarin verspricht sich in Zukunft viele neue Ergebnisse aus diesen Projekten für die Europäische Union.
Die Kanarischen Inseln haben ein sehr grosses Potential in erneuerbaren Energien. Auch ein sehr grosses Forschungspersonal. Der kanarische Archipel ist innerhalb der Zonas ultraperifericas der am weitesten Entwickelteste. Soweit Danuta Hübner gestern in Brüssel.

Quelle: Radio Megawelle

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Platoon auf dem Vormarsch

Trotz eines Fehlstarts auf dem Vormarsch ist die Platoon bei der Weltmeisterschaft der TP52 Boote vor Lanzarote. Americas Cup Gewinner Jochen Schümann mit seiner Crew liegen nach drei Regattatagen auf dem 5. Platz. Lars Böcking, Marketing Dirketor des Teams Platoon gegenüber unserem Sender: Die Chancen bei dieser Regatta noch aufs Treppchen zu segeln sieht Böcking optimistisch! Im Moment liegt das amerikanische Team Quantum auf dem ersten Rang, dicht gefolgt von der Crew aus Chile mit der Mutua. Die TP-52 Global Championship dauert noch bis zum 25. Oktober.

Quelle: Radio Megawelle