Teneriffa – La Orotava:
Die schlimmste Naturkatastrophe ereignete sich am 7. und 8. November 1826, also vor 185 Jahren. Damals fegte ein tropischen Zyklon über die Kanaren und forderte auf Teneriffa über 500 Menschenleben, die Mehrheit davon im Norden. Einige Chronisten gehen sogar von 1000 Todesopfern aus. 400 Häuser wurden damals zerstört und in la Orotava entstanden durch die Wasserfluten 12 neue Barrancos (Schluchten). Aus diesem Grund gab es gestern in Villa La Orotava eine Dokumentation zu diesem Thema, welche von José Luis Hernández, Dozent und Mitglied der kanarischen Gesellschaft für Meteorologie, vorgeführt wurde. In Kürze soll die Dokumentation auch in La Guancha vorgeführt werden. Solche Naturphänomene gibt es immer wieder und man sollte daraus lernen, um für spätere Naturkatastrophen besser vorbereitet zu sein.
Von Mitternacht bis heute morgen 9.42 Uhr gab es 16 Beben auf El Hierro. Die Werte waren immer zwischen 1,5 bis 3,0 auf der Richterskala. Das Epizentrum ist immer im Nordwesten – Westen Frontera.
Nach der stärksten Eruption gestern Nachmittag sind auch wieder vermehrt tote Fische an der Wasseroberfläche in Küstennähe erschienen. Grund für das Fischsterben ist der fehlende Sauerstoff im Wasser und die Eruptionen. Die verendeten Fische werden zu einer Sammelstelle gebracht und dort vernichtet.
Gestern um 16.10 Uhr ereignete sich die bisher stärkste Eruption auf El Hierro. Dabei flog pyroklastisches Material, Asche und Gas über 25 m hoch über die Meeresoberfläche. Um 17.07 Uhr ereignete sich dann eine weitere, weniger spektakuläre Eruption, bei der das magmatische Material nur rund 5-10 m hoch ausgestoßen wurde. Somit ist der submarine Vulkan also am wachsen und dadurch werden die Eruptionen auch immer öfter an der Wasseroberfläche sichtbar.
In letzter Minute wurde bekannt gegeben, daß der für morgen angesetzte Streik der Müllmänner gecancelt wurde. Gestern Abend wurde versprochen, daß die ausstehenden Oktober-Gehälter bis spätestens Freitag gezahlt würden. Falls dieses Versprechen nicht erfüllt wird, kommt es zu jedem Fall zum Streik, was für die Tourismusbranche ein schlechtes Bild geben würde.
Für die Wintersaison auf den Kanaren ist eine Zunahme von
12 % bei den britischen Touristen zu registrieren. Dies zeigen die neuesten Angaben des World Travel Markelt (WTM) der morgen in London zu Ende geht. Dies ist um so erfreulicher, da die angaben auch zeigen, das in anderen Teilen Spaniens die anzahl britischer Touristen um 6 % gesunken ist.
Im Sommer wurde das bekannte Hotel Atalaya, welches erst 2008 komplett renoviert wurde, geschlossen und somit haben rund 60 Angestellte ihren Job verloren und auch ihren ausstehenden Lohn nicht erhalten. Die ehemaligen Angestellten haben nun über 500 Unterschriften gesammelt, damit man bei den Behörden die Überprüfung der Rechtmäßigkeit der Schließung fordern kann. Laut Besitzer sei der Grund, daß man Geld verliere. Jetzt soll jedoch geprüft werden, ob dies nicht nur eine schlaue Strategie war.
Der stellvertretende Bürgermeister der Stadt La Laguna, Javier Abreu, steht unter wachsenden Druck, von seinem Amt zurückzutreten. Grund ist ein Video über eine PSOE Wahlveranstaltung in Santa Cruz, bei der J. Abreu pro-Sahara-Aktivisten tritt und schlägt, die die Wahlveranstaltung unterbrochen haben.