
Unwetter
Kanaren:
Das Unwetter Ende November auf den Kanaren hinterläßt einen Schaden von 13 Millionen Euro in der Landwirtschaft. Die größten Schäden gibt es auf La Palma, Teneriffa und Gran Canaria.
Der größte Schaden (80 % )betrifft Bananen- und Tomaten-Plantagen. Laut der landwirtschaftlichen Versicherung Agroseguro sind die Schäden schlimmer, als von dem Sturm Delta vor 5 Jahren.

Teneriffa
Teneriffa:
Die Daten des Unwetters, daß vom 28.-30. November auf den Kanaren wütete, wurden nun veröffentlicht. Am 29. November wurden bei Izaña (Observatorium) Höchstgeschwindigkeiten von 191 km/h erreicht. In Puerto de la Cruz lagen die Windgeschwindigkeiten am gleichen Tag bei 142-162 km/h. Über 500 Blitze wurden auf Teneriffa registriert. Zudem entstand reichlicher Sachschaden. Auch auf den anderen Kanareninseln verursachte das Unwetter erhebliche Probleme.

Botanischer Garten
Teneriffa – Puerto de la Cruz:
Die letzten Unwetter haben Schaden im Botanischen Garten angerichtet. Aus diesem Grund ist dieser momentan für die Öffentlichkeit geschlossen, damit die Reinigungsarbeiten und Instandhaltungsarbeiten von einem 20-köpfigen Team durchgeführt werden können. Diese Arbeiten können sich über mehrere Wochen hinziehen. Durch die Verrottung von Materialien auf dem Boden könnten sich Krankheiten an den Pflanzen ausbreiten, daher werden die Arbeit so schnell wie möglich an dem Garten der aus dem späten 18. Jahrhundert stammt durchgeführt.
Kanaren: Durch die Unwetter mußten gestern 109 Flüge auf den kanarischen Inseln gecancelt werden.
Teneriffa – El Toscal:
Bei den schweren Unwettern gestern wurde ein 36-Jähriger schwer verletzt, als eine Metalltür durch die starken Windböen aus der Verankerung gerissen wurde. Er mußte in Krankenhaus gebracht werden.

Nationalpark
Teneriffa – Nationalpark: Aufgrund der starken Unwetter sind die Zugangsstraßen zum Teide gesperrt. Gestern um 17.00 Uhr wurde der Notfallplan aktiviert, somit wurden folgende Straßen mit Zugang zum Teide gesperrt: TF-21 La Orotava, TF-28 La Esperanza, TF-38 Guía de Isora und TF-523 Arafo. Zudem wurde in die TF-82 , die die Gemeinde Garachico mit El Tanque verbindet gesperrt. Die TF-312 El Botánico in Puerto de la Cruz ist gesperrt wegen eines umgefallenen Baumes. Ebenso wurden die TF-320 (San Nicolas) und die TF-5 von Santa Cruz nach Garachico wegen Erdrutschen gesperrt. Alle werden um äußerste Vorsicht gebeten, zudem sollte man die entsprechenden Gefahrenstellen meiden.

Wetter
Teneriffa – Gran Canaria:
Aufgrund der starken Unwetter wurde die Alarmstufe rot für heute von AEMET ausgerufen. Für Orotava und Vilaflor muß mit Windgeschwindigkeiten bis zu 170 km/h gerechnet werden. Für La Palma sind Windgeschwindigkeiten mit bis zu 150 km/h vorausgesagt worden. Auf den restlichen Inseln ist mit Windgeschwindigkeiten von 90 – 130 km/h zu rechnen. Wer nicht aus dem Haus muß, sollte am Besten zu Hause bleiben. Auch sollten alle losen Gegenstände auf Balkonen und Terrassen in Sicherheit gebracht werden. Besondere Vorsicht ist im Straßenverkehr geboten. Es ist mit gefluteten Straßen und Erdrutschen zu rechnen.

Anagagebirge
Teneriffa: Vom vergangenen November bis zum diesjährigen Februar wurden die Kanaren durch Unwetter in Mitleidenschaft gezogen und es entstanden Schäden in Millionenhöhe. Der EU-Plan regelt die Maßnahmen für den Fall von Überflutungen und enthält auch Maßnahmen zur Vermeidung, Verhinderung oder Abschwächung der negativen Auswirkungen von Überflutungen. Nun müssen EU-Anforderungen betreffend die Sicherheit in den Schluchten erfüllt werden. Das Wichtigste ist dabei die Reinigung der Flüsse und Flussmündungen, sowie der Barrancos. Durch die Unwetterschäden wurden Ortschaften im Anagagebirge für viele Wochen von der Außenwelt abgeschnitten.

Baukran
Teneriffa: Das vorausgesagte Unwetter hat sich diesmal mehr auf den Norden von Teneriffa beschränkt. Hauptsächlich betroffen Güímar, Los Realejos, Puerto de la Cruz und La Orotava.
Im Süden bekam man nicht so viel mit. Der Sturm hat u.a. einen Baukran auf ein Wohnhaus krachen lassen, die Einwohner wurden evakuiert. Dächer wurden abgedeckt, Bäume umgeknickt, Straßen und Autos beschädigt. Die Aufräumarbeiten laufen.
Glücklicherweise kamen keine Menschen zu Schaden, man hatte Vorsogemaßnahmen getroffen und zudem gefährdete Stellen vorsorglich evakuiert.

Santa Cruz
Teneriffa – Santa Cruz: Die Kirche La Concepcion ist sich gerade von den Schäden des letzten Unwetters am erholen. Das historische Erbe war mit Wasser und Schlamm vollgelaufen, Gegenstände der Verehrung gingen verloren, Altardecken, Altarbilder, wertvolle persische Teppiche, u.v.m. wurde beschädigt oder zerstört.
Da schon wieder fürs Wochenende Unwetter vorher gesagt werden, bereitet man sich nun vorsichthalber darauf vor. Denn mit gestapelten Sandsäcken will man versuchen, den Zugang für Wasser und Schlamm zu verhindern.