24 Grippetote auf den Kanaren

Kanaren:
Derzeit sind insgesamt 662 Grippefälle in den Krankenhäusern der Inseln eingewiesen, 273 dieser Fäle sind als schwer zu betrachten. Bisher gab es schon 24 Grippetote auf den Kanaren. Letzte Woche war ein leichtes Aufatmen zu verspüten, doch in den letzten 7 Tagen ist die Zahl der Grippefälle wieder deutlich angestiegen, so daß man von 149,27 Grippefällen pro 100.000 Einwohner spricht.

Alzheimer-Ampel – neue App zur Risikofeststellung

Medizin

Spanien – Gipuzkoa: Die Sozialpolitikerin aus Gipuzkoa, Maite Peña, und der Neurologe Gurutz Linazasoro, Direktor von „La Casa del Cerebro“ und das Programm für fortgeschrittene Therapien bei Alzheimer und Parkinson im Quirón Salud-Policlínica Gipuzkoa, haben eine App vorgestellt, mit der man frühzeitig das Risiko dieser Erkrankung feststellen kann. Dadurch kann jeder auf einfache Weise erfahren, welche Aspekte seines Lebensstils er ändern könnte, um das Alzheimer-Risiko zu verringern. Diese neue App für Mobiltelefon, Tablet und Computer, ist bereits kostenlos auf Baskisch und Spanisch verfügbar, sie wurde von dortigen Firma Bunt Planet entwickelt.
Weltweit leiden bereits 47 Millionen Menschen an der Alzheimer-Krankheit und alle 4 Sekunden wird ein neuer Fall diagnostiziert. Die Prognose lautet: 100 Millionen Menschen im Jahr 2040. Jetzt bereits belaufen sich die jährliche Kosten eines Alzheimerpatienten auf 25.000 Euro.

Anklage gegen Sanofi-Aventis wegen Medikament Agreal

Medizin

Spanien – Kanaren: 7 Frauen, 5 davon von den Kanaren, haben Anklage gegen Sanofi-Aventis eingereicht, da sie Schaden durch das Medikament Agreal (zur Bekämpfung von Hitzewallungen während der Menopause) erlitten haben. Wie aus vertraulichen Dokumenten hervorgeht, haben wissenschaftliche Untersuchungen gezeigt, daß das Medikament Agreal bei längerer Einnahme chronische, nicht wieder umkehrbare, psychische und neurologische Schäden anrichtet. Einige der Betroffenen hatten sogar Selbstmord versucht. Der Pharmakonzern hat dies vor Ärzten und Patienten verschwiegen.

Krebsfälle in Spanien haben erheblich zugenommen

Medizin

Spanien – Madrid:
Laut der Sociedad Española de Oncología Médica hat die Zahl der Krebsfälle in den letzten 4 Jahren um 12 % zugenommen, wobei die Zunahme von Krebsfällen bei Frauen doppelt so hoch ist,  wie bei Männern (17,4% vs. 8,2%). Hervor zuheben ist da der Lungenkrebs. Frauen haben sich der Rauchgewohnheit erst später angeschlossen und jetzt sind die Konsequenzen sichtbar: Der Lungenkrebs ist der dritthäufigste Tumor bei Frauen und die 1. Todesursache. Laut Experten müssen mehr Kampagnen durchgeführt werden, die zeigen, daß ein Drittel der Krankheit vermeidbar sein kann und einer der größten Schuldigen der Tabak ist. Hier noch einigen Zahlen: Die Krebsfälle, die 2018 in Spanien diagnostiziert wurden, waren 277.234 (davon 161.064 bei Männern und 116.170 bei Frauen). 2015 waren es 247.771 Krebsfälle (davon 148.827 bei Männern und 98.944 bei Frauen). Der am häufigsten in Spanien diagnostizierte Krebs war: Darmkrebs, Prostata-, Lungen- und Blasenkrebs.

Schon 16 Grippetote auf den Kanaren

Universitätskrankenhaus

Kanaren: Die Grippefälle der letzten Woche haben so zugenommen, das man jetzt von einer Grippeepidemie sprechen kann. Laut dem Gesundheitsdienst liegen wir derzeit bei 154,16 Grippefällen pro 100.000 Einwohner. Die Woche zuvor waren es im Vergleich nur 78,75 Grippefälle. Derzeit sind schon 16 Grippetote zu beklagen, keiner von ihnen war geimpft. In diesem Jahr wurde schon 181 schwere Grippefälle ins Krankenhaus eingewiesen, davon allein letzte Woche 86 Grippefälle.  51,8 % sind Frauen und über die Hälfte der betroffenen Fälle sind über 64 Jahre alt. Hinzu kommen weiter 237 Grippefälle, die als nicht schwer betrachtet werden, und in kanarischen Krankenhäusern eingewiesen sind. Man hat in der HUC eine extra neue Zone mit 16 Betten eingerichtet, wo Betroffene von Spezialisten behandelt werden. Man hat auch mehr Personal unter Vertrag geholt, um dem Andrang nachzukommen.

Chaotische Zustände im Universitätskrankenhaus

HUC

Teneriffa – Santa Cruz:
Zuwenig Ärzte, Personalmangel und zuviele Patienten. Die Situation im Universitätskrankenhaus (HUC) wird dieser Tage als chaotisch beschrieben. Da staunten gestern Ärzte und Patienten nicht schlecht, als ein neues Kapitel begann,  als noch weitere 25 zusätzliche Betten in den Gängen (zwischen öffentlicher Toilette und Teppe) aufgestellt wurden. Diese Betten, einige von ihnen alt und ohne Hebevorrichtungen, wurden in provisorischen Kabinen auf den Gängen aufgestellt. Nach Angaben von Krankenhausmitarbeitern wurden diese Betten vom Krankenhaus San Juan de Dios zur Verfügung gestellt und dienen dazu, Patienten zu stationieren. Diese Situation ist beschämend und führt zu Debatten auf politischer Ebene. Ob diesem Chaos Abhilfe geschaffen wird, bleibt abzuwarten.

Doctoralia Award für Zahnärztin in Santa Cruz

Santa Cruz

Teneriffa – Santa Cruz:
Doctoralia, der größte Gesundheitsmarkt der Welt, hat die Namen der 25 Gewinner der 5. Ausgabe der Doctoralia Awards bekannt gegeben. Diese wurden unter den 370 nominierten aus 25 Fachbereichen ausgesucht. Die preisgekrönten Spezialisten wurden sowohl von ihren Patienten als auch von ihren Kollegen ausgewählt, was diese Auszeichnungen im Bereich der Gesundheit einzigartig macht. Im Bereich der Odontologie gewann Dra. Carla Carolina Herrera in Santa Cruz, als beste Zahnärztin von ganz Spanien.

Medizinisch-gesundheitliche Fahrlässigkeit in Spanien

Handlungsbedarf

Spanien – Kanaren:
Die Vereinigung zur Verteidigung von Patientenrechten hat im  letzten Jahr 2018 insgesamt 14.335 Beschwerden wegen medizinisch-gesundheitlicher Fahrlässigkeit erhalten, das waren 352 Beschwerden mehr als im Vorjahr 2017. Davon wurden 333 Beschwerden auf den  Kanaren eingereicht. Die Vereinigung kalkuliert, das letztes Jahr dadurch 810 Personen ihr Leben verloren haben. Die Mehrheit der im Jahr 2018 durch mutmaßliche Fahrlässigkeit getöteten Personen war auf Fehlverhalten zurückzuführen, wie z.B. ungenügende Eingriffe, übereilte Entlassung, schlechte Pflege, Krankenhausinfektionen oder Verzögerungen der Krankenwagen. Die Wartelisten sind auf den Kanaren die Längsten mit im Durchschnitt 147 Tagen bis zur Intervention. Der Hauptgrund ist jedoch auf die diagnostischen Fehler und den Verlust der therapeutischen Möglichkeiten zurückzuführen.
Hier besteht noch ein riesiger Handlungsbedarf!

Herztransplantationsprogramm auf den Kanaren

Medizin

Gran Canaria – Las Palmas:
Conrado Domínguez, Direktor des Servicio Canario de Salud, gab gestern während der Präsentation des im Jahr 2018 im Archipel registrierten Gleichgewichts von Spenden und Transplantationen bekannt, daß ab Juli 2019 ein Programm zur Herztransplantation bei Erwachsenen gestartet wird, welches dann im Universitätskrankenhaus Doktor Negrín/Gran Canaria durchgeführt wird. Dieses Projekt stellt einen wichtigen Fortschritt für Patienten dar, die diese Art der Transplantation auf den Inseln benötigen (das sind jährlich zwischen 10 – 15 Personen) und derzeit monatelang auf die Halbinsel reisen müssen, um sich einer solchen Intervention zu unterziehen.