Boom von Zwangsräumungen auf den Kanaren

Urteil

Kanaren:
Im 2. Quartal diesen Jahres gab es auf den Kanaren insgesamt 1.110 Zwangsräumungen, das sind 121 (12,2%) mehr, als im gleichen Zeitraum des Vorjahres 2017. Früher war die Wirtschaftskrise der Grund dafür, weil viele einfach nicht mehr zahlungsfähig waren. Delinquente Mieter konnten sich in der Praxis bis zu 2 Jahre vor einer Zwangsräumung verbarrikadieren. Durch Gesetzesänderung für schnellere Räumungen ist die Frist für Räumungen bei Nichtzahlung heutzutage auf rund 4 Monate geschrumpft. Die Spannungen zwischen Vermietern und Mietern wächst, da die Ersteren nun immer öfters ihre Immobilien zur Ferienvermietung anbieten, um damit ein höheres Einkommen zu erzielen und somit den Boom von Zwangsräumungen voran treiben.

Kanaren haben das schwächste Wirtschaftswachstum in Spanien

Wirtschaft

Spanien – Kanaren:
Laut Schätzungen von Ceprede (Centro de Predicción Económica) werden die Kanaren 2018 mit dem schwächsten Wachstum des Landes enden. Demnach werden die Kanaren das Jahr mit einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 2 % beenden, das ist das niedrigste aller autonomen Gemeinschaften. In ganz Spanien wird ein Wachstum von 2,7% erwartet.  Wenn diese Schätzungen sich bestätigen, dann hätte sich die Wirtschaft der Kanaren in den letzten 3 Jahren merklich verlangsamt und zwar von einem Wachstum von 3,8% (das höchste des Landes) im Jahr 2016 auf weitere 2,9% in 2017 und schließlich auf 2,0% im Jahr 2018.

Bezahlbare Wohnungen??? Dringender Handlungsbedarf!!!

Santa Cruz

Teneriffa – Santa Cruz:
Das Regierungspräsidium von Santa Cruz hat am Montag einen Bericht des Sozialgbereichs vorgelegt bekommen, in dem die Dringlichkeit des Erwerbs von bezahlbarem Wohnraum durch den Stadtrat gefordert wird, um die tatsächliche Nachfrage von Familien mit geringerer Kaufkraft in der Gemeinde zu decken, da es „praktisch unmöglich“ ist, bezahlbare Mietwohnungen zu finden. Die Preise sind in den letzten jahren in die Höhe geschossen, was aber von den Gehältern nicht behauptet werden kann. Außerdem wollen viele lieber das schnelle Geld mit touristischer Vermietung machen, meist direkt in die eigene Tasche und ohne entsprechende Steuern zu zahlen. All dies führt für die hiesigen Bewohner zu Problemen. Hier besteht dringender Handlungsbedarf und eine entsprechende Gesetzesvorlage.

Über 15.000 Familien haben Mietzuschüsse beantragt

Zeit zum Handeln

Kanaren:
Die Mietpreise für die hiesige Bevölkerung auf den Kanaren sind oft zu hoch, als das man sie aus eigener Tasche bezahlen könnte. In diesem Jahr wurden über 15.000 Anträge für Mietzuschüsse gestellt, während es letztes Jahr nur um die 7.000 Anträge waren. Letzte Woche konnte man in der Presse lesen, daß die Kaufkraft auf den Kanaren um über 130 € gesunken ist, und das obwohl die Gehälter leicht angestiegen sind. Viele vermieten lieber teurer an Touristen (meist illegal), als wie hiesige Arbeitnehmer für längere Zeit zu vermieten. Und dieses Problem nimmt weltweit zu. Da sind die Regierungen gefordert, um für bezahlbare Wohnungen zu sorgen.

Im August wieder Anstieg der Arbeitslosen

Wirtschaft

Kanaren:
Nach 9 Monaten der abnehmenden Arbeitslosigkeit ist die Zahl der Arbeitslosen im August um 0,13 % (270 Personen) angestiegen, so daß es nun 207.017 Arbeitslose auf den Kanaren gibt. Im Vergleich zu August 2017 gingen die registrierten Arbeitslosen auf den Inseln jedoch um 4,62% zurück, was 10.028 weniger sind, als wie vor einem Jahr.

Hausmieten verschlingen die Renten

Geld

Kanaren – Spanien:
Die Mietpreise auf den Kanaren steigen ständig an, was dazu führt, daß 9 von 10 Euro in die monatliche Zahlung der Mieten geht. Kanarische Rentner zahlen somit 89 % ihrer Rente für die Miete. Wenn sie ein Haus gekauft haben senkt sich der Betrag auf 54 %. Dies ergibt eine Studie vom pisos.com, wenn man von einer Durchschnittspension von 878 Euro pro Monat ausgeht, einer durchschnittlichen Hypothekenzahlung von 475 Euro und einer Durchschnittsmiete von 785 Euro.
In ganz Spanien zahlen Rentner mehr als 70 % ihrer Pension für Wohnraum, das sind 6 % mehr als im Vorjahr. Es gibt 3 Autonomien wo die Durchschnittsmiete die Durchschnittsrente übersteigt: Balearen (125%), Madrid (124%) und Valencia (105%). Am wenigsten zahlt man in Asturien (52%), Extremadura (55%) und Kastillien-La Mancha (56%).

Quads und Jeeps richten Schäden in der Landwirtschaft an

Vilaflor

Teneriffa – Vilaflor:
Asaga Canarias (der Verband der Bauern und Viehzüchter auf den Kanaren) warnt vor den negativen Auswirkungen, die Quads und Jeeps in den vergangenen Monaten in den landwirtschaftlichen Gebieten von Vilaflor verursacht haben. Während der Sommermonate hat sich die Situation noch verschärft. Betroffene Landwirte beklagen, daß diese Fahrzeug durch die Gegend heizen und dabei Steine vom Boden reißen und große Staubmengen aufwirbelt, der dann wie ein Film auf den Blättern liegen bleibt und somit den Lichtdurchgang verhindert und somit die Produktion schädigt. Davon sind nicht nur die Weinberge betroffen, sondern auch die Kartoffel zur Erntezeit.
Da müssen entsprechende Kontrollen her und das Fahren in Prodkutionsgebieten sollte verboten sein. Am sinnvollsten wären spezielle Strecken für diese Aktivitäten, denn jeder der zu Fuß unterwegs ist, weiß wie ärgerlich es ist, wenn solche Fahrzeuge an einem vorbei sausen und dann eine dicke Staubwolke hinterlassen.

Höchstes Durchschnittsgehalt liegt bei 1.427 € auf den Kanaren

Geld

Kanaren:
Laut „Monitor Adecco de Oportunidades y Satisfacción en el Empleo“ liegt im 2. Quartal 2018 das Durchschnittsgehalt auf den Kanaren bei 1.427 €, das sind 18 Euro mehr als vor einem Jahr (also 1,3 %mehr als im Vorjahr) und somit das höchste Durchschnittsgehalt in der Geschichte. Im Jahresvergleich der Punktuation ist das eine Steigerung von 10 % und liegt damit bei 5,1 Punkten, dem höchsten Wert für die Autonomie seit September 2008.
Trotz seiner günstigen Entwicklung ist der durchschnittliche Lohn der kanarischen Bevölkerung nach wie vor der 2-niedrigste in der Autonomen Gemeinschaft. Extremadura (1.333 Euro pro Monat, obwohl es einen interannual Anstieg von 0,9% erlebte) ist die einzigste mit einem niedrigeren Gehalt als die Kanaren.

Tomatenproduktion auf den Kanaren dezimiert

Plantagen

Kanaren:
In den letzten 7 Jahren ist die Zahl der Unternehmen für die Tomatenproduktion um über 50 % zurück gegangen. Grund dafür sind die Krise, die Hilfsbeschränkungen, der Wettbewerb aus Marokko und die Verpflichtung, die Transportentschädigung zurück zu erstatten verantwortlich. Hier besteht also großer Handlungsbedarf, um wieder Optimismus bei den Tomatenproduzenten zu schüren und ihnen eine Zukunftsperspektive zu bieten.