Mikroalgen sind nützlich!

Gran Canaria

Gran Canaria/Las Palmas – Kanaren:
Die letzten Jahre hat man immer wieder von dem Problem der Mikroalgen gelesen, die die Badefreuden an kanarischen Küsten vermiesten. Die Mikroalgen werden mit dem Klimawechsel und den damit ansteigenden Wassertemperaturen in Zusammenhang gebracht.
Javier Arístegui, Professor für Ökologie und wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Ozeanografie und Klimawechsel (locag) an der Universität von Las Palmas, hat in dem Oceans Forum 2019 angegeben, daß die Mikroalgen, die soganannten Cyanobakterien den Verlust der Primärproduktion durch steigende Temperaturen ausgleichen. Er bezeichnet sie sogar als authentische Samariter des Meeres, da sie keinen Schaden verursachen, sondern gutes tun, weil sie global in allen Ozeanen zur Stickstofffixierung und zu dem  biogeochemischen Kreislauf von Stickstoff beitragen. Eine große Zahl von Organismen, wie Krebstiere und kleine Fische, die mit Cyanobakterien assoziiert wachsen, spielen  eine wichtige Rolle in trophischen Netzwerken, die noch nicht untersucht wurden. Die Forscher von Iocag untersuchen in den hiesigen Gewässern die Bedeutung der Rolle von Cyanobakterien als Primärproduzenten (Pflanzen im Ozean) in dem Klimawandel.