Mikroalgen sind nützlich!

Gran Canaria

Gran Canaria/Las Palmas – Kanaren:
Die letzten Jahre hat man immer wieder von dem Problem der Mikroalgen gelesen, die die Badefreuden an kanarischen Küsten vermiesten. Die Mikroalgen werden mit dem Klimawechsel und den damit ansteigenden Wassertemperaturen in Zusammenhang gebracht.
Javier Arístegui, Professor für Ökologie und wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Ozeanografie und Klimawechsel (locag) an der Universität von Las Palmas, hat in dem Oceans Forum 2019 angegeben, daß die Mikroalgen, die soganannten Cyanobakterien den Verlust der Primärproduktion durch steigende Temperaturen ausgleichen. Er bezeichnet sie sogar als authentische Samariter des Meeres, da sie keinen Schaden verursachen, sondern gutes tun, weil sie global in allen Ozeanen zur Stickstofffixierung und zu dem  biogeochemischen Kreislauf von Stickstoff beitragen. Eine große Zahl von Organismen, wie Krebstiere und kleine Fische, die mit Cyanobakterien assoziiert wachsen, spielen  eine wichtige Rolle in trophischen Netzwerken, die noch nicht untersucht wurden. Die Forscher von Iocag untersuchen in den hiesigen Gewässern die Bedeutung der Rolle von Cyanobakterien als Primärproduzenten (Pflanzen im Ozean) in dem Klimawandel.

Mikroalgen vor der Küste Teneriffas entdeckt

Teneriffa

Teneriffa:
Am Samstagnachmittag, gegen 17 Uhr, hat man an der Küste von Barranco Seco und der Mascaschlucht Mikroalgen gesichtet. Bereits letzten August waren  ebenfalls in diesen Zonen Mikroalgen berichtet worden. Also wer in den Ostertagen schwimmen geht, sollte sich die Küste gut anschauen.

Effektives Boot im Kampf gegen die Mikroalgen

Tenoküste

Kanaren:
Die Mikroalgen sind wieder da, das Theme hat letztes Jahr die Gemüter erhitzt. Doch dieses Jahr ist man gut ausgerüstet im Kampf gegen die Miktroalgen, denn das kanarische Ministerium für die territoriale Raumordnung hat ein Boot mit einem Pioniersystem verpflichtet, um die Kontrolle, Überwachung und Reinigung der Mikroalgen zu übernehmen. Das Boot hat schon mehrere Touren im entsprechenden Gebiet gedreht. Das Boot des Ministeriums ist mit einem Filtersystem von der spanischen Firma Ozean Cleaner, welches einzigartig und patentiert ist, ausgestattet. Genauer gesagt, ein Filtersystem, das vom Bug zum Heck verläuft und dabei die Mikroalgen in einem speziellen Behälter im Heck des Schiffs sammelt. Es wurden bereits positive Ergebnisse erzielt.

Achtung: Wieder Probleme mit Mikroalgen

Tenoküste

Teneriffa:
Achtung: Im Westen sind wieder Mikroalgen (das marine BakteriumTrichodesmium Erythraeum – Phytoplankton) im Meer aufgetaucht. Am späten Dienstagnachmittag gab es den ersten Alarm, als ein Boot einen Fleck auf der Höhe von Santiago del Teide, an der Küste von Barranco Seco und Masca, entdeckt hatte. Er machte Aufnahmen  und die verbreiteten sich über die sozialen Netzwerke. Daraufhin kündigte die Regierung der Kanaren gestern Maßnahmen an, um zu verhindern, daß diese Mikroorganismen die Küste beeinträchtigen. Man wird entsprechende Informationstafeln in den Badezonen errichten und die spanische Algenbank führt Untersuchungen der Mikroalgen durch.

El Hierro: Im Laufe des gestrigen Tages hat man auch Mikroalgen im Mar de las Calmas entdeckt. Verhaltensmaßnahmen im Falle von Mikroalgen finden Sie  auf spanisch auf www3.gobiernodecanarias.org

Gelbe Flagge bei Mikroalgen

SOS

Kanaren:
Bis jetzt ist noch kein Fall für Mikroalgen für diesen Sommer bekannt, aber dieses Problem hat letztes Jahren über lange Zeit die Gemüter erregt. Aus diesem Grund hat das kanarische Gesundheitsministerium gestern eine Erklärung veröffentlicht, in dem die Vorkehrungen für den Fall von Mikroalgen aufgeführt werden. Man machte jedoch nochmals ausdrücklich darauf aufmerksam, daß keine Gefahr für die Gesundheit bestehe. Wenn Mikroalgen auftauchen, sollten Plakate oder Warnschilder  mit den grundlegenden Empfehlungen aufgestellt werden. Ebenfalls sollte dann eine gelbe Flagge am Strand wehen.

Gestern tote Fische am Playa las Teresitas

Las Terresitas

Teneriffa – Santa Cruz:
Carlos Correa, Stadtrat für Umwelt und Gesundheit von Santa Cruz de Tenerife, hat bestätigt, daß am gestrigen Mittwoch tote Fische am Teresitas Strand erschienen sind. Außerdem war es auch zugleich die dichteste Episode von Mikroalgen dort. Die Fische sind wegen des Sauerstoffmangels aufgrund der Mikroalgenmenge gestorben. Eine Untersuchung wurde bereits von der Kanarischen Regierung beantragt. Das Baden dort in der Zone ist derzeit untersagt.

Transparenz in Sachen Mikroalgen

Kanaren

Kanaren:
Wie heute im Diario de Avisos zu lesen ist, berichten Länder wie Deutschland oder die Vereinigten Staaten (die zweite Welttourismus-Macht, vor Spanien) über Mikroalgen mit absoluter Transparenz. Dagegen schönt man hier die Berichte und spricht statt Badeverbote lediglich eine Empfehlung aus. Also statt roter Flagge nur eine gelbe!
So hat z.B. das Umweltbundesamt in Deutschland letztes Jahr die Bürger vor der ernsten Gefahr, die vor allem für Kindern und Hunden (Haustiere im Allgemeinen, die Mikroalgen können sogar deren Tod verursachen), durch das Schlucken oder Aspirieren von Wasser mit Mikroalgen (Cyanobakterien) besteht, gewarnt. Auch die Amerikaner bestätigten dies.

Kampf der Abwasserentsorgung

Teneriffa

Teneriffa:
Nach den schon seit etlichen Wochen andauernden Diskussionen über die Mikroalgen und den Zusammenhang mit den ungereinigten Abwässern, hat das Cabildo von Teneriffa gestern nun versichert, daß Wasser, das von 80% der Bevölkerung erzeugt wird, im Jahr 2020 adäquat behandelt wird. In den nächsten 5 Jahren werden daher rund 90 Millionen Euros investiert, um verschiedenen Sanitär- und Reinigungsanlagen zu verbessern. Hier besteht großer Handlungsbedarf, denn die EU hat schon Millionenklagen wegen Nichteinhaltung der gesetzlichen Auflagen ausgesprochen. Und diese Strafgelder können gewiss besser genutzt werden. 

Bereits 2004 hat man ein potentiell karzinogenes Toxin in Mikroalgen entdeckt

Forschung

Kanaren: Wie der Diario de Aviso heute berichtet, hatten bereits 2004 techniker der spanischen Algenbank der Kanarischen Regeirung mitgeteilt, das man in den damaligen Mikroalgenproben eine potenziell krebserregende Substanz – Microcystin – entdeckt hatte. Das IARC (die internationale Krebsforschungsagentur) hat Microcystin als möglicherweise krebserregend eingestuft, d.h. potentiell krebserregend, weil es Krebs erzeugt oder seine Ausbreitung verursacht. Der Bericht wurde damals von 11 Fachleuten von 5 verschiedenen Instituationen unterzeichnet.

Mikroalgen erhitzen die Gemüter

Hundekot = 1.500 € Strafe

Teneriffa – Santa Cruz:
Das Thema Mikroalgen erhitzt die Gemüter und es ist nicht von der Hand zu weisen, das eigentlich niemand in Sch…. schwimmen möchte, was aber unvermeidbar ist, wenn die Abwässer nicht entsprechend  behandelt werden. Und das es hier dutzende von illegalen Einleitungspunkte von ungeklärten Abwässern ins Meer gibt, ist bekannt. Selbst die EU beschäftigt sich damit und hat schon Strafen in großer Millionenhöhe dafür veranschlagt. Andererseits möchte Santa Cruz jetzt Hundebsitzer, die die Häufchen ihre Tiere nicht beseitigen, mit 1.500 Euro bestrafen.  Von anderen die Reinigung fordern, aber selbst nicht seine Verpflichtungen nicht nachkommen. Gestern hat Javier Abreu (PSOE), Stadtrat der Stadt San Cristóbal de La Laguna, dazu passend ein Video in seinem Blog veröffentlicht (schon tausendfach aufgerufen), in dem er fragt, „wo ist das Geld, daß die Steuerzahler von Teneriffa für die Reinigung ihrer Abwässer bezahlen?“ Der Stadtrat wäre auch dafür, das Inselpräsident Carlos Alonso wegen dieses Themas von seinen Posten zurücktritt.

El precio de la caca

¿Quién paga la caca? #SantaCruz #vblog

Gepostet von Javier Abreu am Donnerstag, 31. August 2017