6 von 10 Pottwalen sterben, nachdem sie mit Booten kollidiert sind

Schnellfähre

Kanaren:
Zwischen 2000 und 2017 sind fast 60% der 35 Pottwale, die tot in den kanarischen Gewässern oder deren Küsten aufgefunden wurden, den Verletzungen durch das Überfahren von Booten und Fähren erlegen. Die Zahl wurde von Meerswissenschaftler in der Zeitschrift „Frontiers in Marine Sciences“ bekannt gegeben, wo sie auch darauf aufmerksam machen, daß Schnellfähren meist für den Tod von Pottwalen verantwortlich sind. Ende März starb im Süden Teneriffas ein etwa 7-monatiger tropischer Grindwal, der eine Amputation seiner Schwanzflosse durch die Kollision mit einem Boot, wahrscheinlich einer Hochgeschwindigkeitsfähre, erlebt hatte. Er war nicht mehr überlebensfähig und man mußte ihn einschläfern. Es war das 5. Exemplar, das in diesem Jahr nach der Kollision mit einem Schiff auf den Kanaren getötet wurde, obwohl die Dunkelziffer mit Sicherheit höher liegt.