Gestern mehrere Rettungseinsätze

Ambulanzen

Kanaren:
Gestern mußten die Rettungskräfte gleich mehrmals ausrücken. Zum einen mußte eine 30-jährige Kletterin geborgen werden, die auf Teneriffa, im Barranco de Tamadaya in Leere gestürzt war und dies nicht überlebt hatte. Andererseits mußten auf Gran Canaria 3 ausländische Wanderer im Barranco de Guayadeque mit offensichtlichen Symptomen einer Unterkühlung per Hubschrauber gerettet werden, nachdem sie die Samstagnacht dort die Orientierung verloren hatten. Auf Fuerteventura, bei Betancuria, wurde ein Fischer schwer verletzt geborgen, nachdem er 15 m tief in einem schwer zugänglichen Bereich der Playa del Valle gefallen war.

Fahrlässig verursachte Rettungseinsätze können recht teuer werden

Masca

Teneriffa – Masca:
Es herrschte das ganze Wochenende höchste Alarmstufe
wegen der Schlechtwetterfronten, die auf die Kanaren trafen. Und das wurde vorzeitig bekannt gegeben. Da sagt einem der logische Menschenverstand, daß man nicht wandern geht und somit fahrlässig handelt und dann teure Rettungseinsätze provoziert.
Aus diesem Grund werden die 8 Wanderer (7 Deutsche und ein Slowake), die am Sonntag im Barranco de Masca gefangen waren und Montag dann über den Seeweg gerettet werden mußten, wohl die Kosten für den Rettungeinsatz (3.000 Euros) zahlen müssen.
Wegen der anhaltenden instabilen Wetterlage und der Erdrutsch und Steinschlaggefahr wurde der Barranco de Masca geschlossen und wird erst wieder freigegeben, wenn die Wetterbedingungen dies zulassen. Der Barranco wird täglich von bis zu 800 Wanderern begangen und es ist äußerst selten, das mal eine Woche ohne Vorfall vergeht.

Rettungseinsätze in der Masca-Schlucht

Masca

Masca

Teneriffa – Masca: Das malerische Bergdorf Masca im Tenogebirge von Teneriffa zieht etliche Besucher und Wanderer an. Leider kommt es in der Schlucht auch immer wieder zu Unfällen, so daß Personen gerettet werden müssen. So auch letzten Samstag, als einmal eine Frau so schwer stürzte, daß sie mit einem Schädeltrauma per Hubschrauber gerettet werden mußte. Das 2. Mal war eine Rettung per Boot, daß die gestürzte Frau mit Beinverletzung in der Bucht abholte und dann nach Los Gigantes brachte, von wo aus sie dann ins Krankenhaus gebracht wurde.

Wieder Rettungseinsätze am Wochenende

Nationalpark Teide

Teneriffa – Nationalpark Teide:
Die Insel ist wieder voll, das heißt auch vermehrte Rettungseinsätze. Am Samstag mußten zwei junge Deutesche (17 und 18 Jahre alt) am Teide gerettet werden, nachdem sie dort verloren gegangen waren. Beide litten an Hypothermie und Panikattacken. Sie wurden per Hubschrauber gerettet.

Masca

Masca:
Gestern mußte eine 62-jährige Ausländerin in Masca von der Feuerwehr und per Hubschrauber gerettet werden, nachdem sie sich eine Hüftverletzung im Barranco de Masca zugezogen hatte.

Jeder der auf der Insel wandern will, sollte dies nur mit entsprechender Ausrüstung und festen halbhohen Wanderschuhen machen, denn gerade die Vulkanlandschaften erfordern guten Schutz für die Füße und Knöchel. Sonnen- und Kälteschutz, Wasser und was Eßbares, sowie ein guter Wanderführer gehören immer ins Gepäck! Außerdem sollte man die gekennzeichneten Wege nie verlassen!!! Wer sich an die Markierungen hält, kommt auch an sein Ziel, denn das Wanderwegenetz ist gut gekennzeichnet. Wer sich fahrlässig in Gefahr bringt (z.B. mit Flip-Flops und Pareo den Weg zum Teide rauf will – wirklich schon selbst gesehen und die Person dann aufgeklärt) muß die Kosten für den Rettungseinsatz selbst zahlen – was recht teuer werden kann.

 

Bisher 21.000 Euro für Rettungseinsätze in Rechnung gestellt

Risikosportart

Kanaren:
Abenteuerlust, Fahrlässigkeit und Risiko-sportarten können einen hier recht teuer zu stehen kommen. Für diesen Jahr 2015 hat das kanarische Gobierno bereits Rechnungen in Höhe von 21.000 Euro für Rettungseinsätze ausgestellt, bisher sind aber erst 50 % davon bezahlt worden. Allein letztes Jahr mußten die Rettungshubschrauber 254 mal wegen solcher Fälle auf Teneriffa  ausrücken. 2014 gab es insgesamt 405 Rettungsaktionen auf den Kanaren, u.a. für Paraglider, Wanderer die fahrlässig waren (z.B. Wege verlassen, keine entsprechende Ausrüstung dabei haben, Verbote mißachten, usw.. Das Wandern zählt nicht zu den Risikosportarten! Rettungseinsätze von Wanderern müssen nur bezahlt werden, wenn diese sich nicht entsprechend an Vorgaben halten!), Quadfahrer, Taucher, Kletterer, uvm.. Für Firmen die Risikosportarten durchführen, müssen entsprechende Versicherungen für den Notfall abgeschlossen werden.

Hubschraubereinsatz in Masca

Masca

Teneriffa – Masca:
Das Bergdörfchen Masca zieht immer wieder etliche Besucher an und die Wanderung in die Masca-Schlucht hinab  gehört zu den Highlights dieser Insel. Doch oft kommt es dort zu Rettungseinsätzen, da viele auch die Schluchtenwanderung unter-schätzen. Am Samstag erlitt eine 69-Jährige dort einen Schwächeanfall und mußte mit dem Hubschrauber gerettet werden, der sie nach Adeje brachte, wo sie dann ärztlich versorgt wurde.

Schon wieder Paragliderunfälle

Paraglider

Teneriffa – La Palma:

Am Samstagmittag war beim Conde in Adeje ein 34-Jähriger mit seinem Gleitschirm an einer Felswand hängengeblieben und hat sich dabei schwer verletzt. Ein Hubschrauber mußte ihn retten. Dann kam er ins Universitätskrankenhaus. Auch am Samstag stürzte ein Paraglider beim Risco von Puerto Naos auf La Palma ab. er trug aber nur leichte Verletzungen davon. In den letzten Wochen kommt es vermehrt zu Rettungs-einsätzen, um Paraglider zu bergen.
Erst vor Kurzem ist eine Britin beim Paragliden tödlich verunglückt. Immer wieder wird beklagt, das fremde Paraglider sich hier nicht genügend um die hiesigen Konditionen erkundigen, was oft tragische Folgen hat. Betroffene können zur Zahlung der Rettungseinsätze herangezogen werden.

Müssen 30 Rettungseinsätze bezahlt werden?

Rettungshubschrauber

Kanaren:
Nun werden 30 Rettungseinsätze von der Generaldirektion für Sicherheit und Notfall der Kanarischen Inseln untersucht, um festzustellen, ob diese von den Verursachern bezahlt werden müssen. Seit Mitte des laufendes Jahres, gibt es ein neues Gesetz, welches die Bezahlung von Rettungseinsätzen durch die Verursacher vorsieht, wenn der Rettungseinsatz durch Unachtsamkeit, Fahrlässigkeit oder risikoreiche Aktivitäten notwendig wurde. Im Durchschnitt müssen 5 solcher Rettungseinsätze im Monat gemacht werden. Die höchste Zahl von Rettungseinsätzen wird von Paraglidern verursacht, gefolgt von Aktivitäten in den Bergen und Wasser. Hier mal ein kleiner Preisüberblick:
Für jedes Mitglied der GES: 36 EUR / Stunde
Für jeden Hubschrauber: 2.000 EUR / Stunde
Für jedes Fahrzeug: 40 EUR / Stunde
Für jedes Spezialfahrzeug: 300 EUR / Stunde
Für jedes Boot: 300 EUR / Stunde

Feuerwehr mußte Rettungsaktionen durchführen

Teide

Teide

Teneriffa:
Am Sonntagmorgen hatte sich eine Wandererin beim Refugio auf 3260 m Höhe am Teide den Knöchel verstaucht. Daher mußte die Feuerwehr aus La Orotava anrücken und die Verletzte mit einer Bahre zur Seilbahn bringen, die sie dann zum unten wartenden Krankenwagen beförderte.
Ebenfalls am Wochenende mußte die Feuerwehr aus La Laguna eine verletzte Wandererin mit einer Bahre im Anaga-Gebirge retten. Nun ist wieder die Diskussion um die Bezahlung der Rettungseinsätze entfacht.  Wer sich auf Teneriffa zum Wandern aufmacht, sollte auf jeden Fall immer entsprechende Ausrüstung dabei haben. Knöchelhohe, gute Wanderschuhe sind ein Muß, da das Gebiet sehr steinig und felsig ist und auf vielen Strecken Trittsicherheit erforderlich  ist.

Kosten für Rettungeinsätze

Teneriffa

Teneriffa

Kanaren:
Wer gefährliche Sportarten betreibt und/oder unvorsichtig/fahrlässig dabei handelt, muß seit dem 1. Juli 2012 in die Tasche greifen, wenn er dabei gerettet werden muß. Hier einmal die wichtigsten Preise:
jeder Hubschrauber   2.000 Euro/Stunde
jedes Boot                       300 Euro/Stunde
jedes Fahrzeug                 40 Euro/Stunde
jede Rettungsperson       36 Euro/Stunde
Das heißt, jeder der solche Sportarten betreibt sollte entsprechende Ausrüstung und Equipment dabei haben, um unnötige Rettungseinsätze zu vermeiden. Auch wenn sich das jetzt lächerlich anhört, aber man kann nicht mit Flip-Flops oder Sandalen zum Teide rauf.  Kein Witz: Haben wir hier schon gesehen!