Arbeitszeitkontrolle für gesamte EU

Zeit

Europäische Union: Der luxemburger Gerichtshof hat entschieden, das alle Mitgliedstaaten der EU die die Arbeitgeber zur Arbeitszeitkontrolle verpflichten müssen. Das wird vielen hier auf den Kanaren zwar nicht gefallen, denn die Schattenwirtschaft hier ist imens und es gibt immer noch etliche schwarze Schafe, die die Situation von Arbeitnehmer ausnutzen und moderne Sklaverei betreiben. Das haben die vielen Arbeitsinspektionen in den letzten Jahren immer wieder bewiesen. Laut Angaben des luxemburger Gerichts werden 53,7% der in Spanien geleisteten Überstunden nicht erfasst, dem wird nun ein Ende gesetzt.

Zuviele unbezahlte Überstunden in Spanien

Zeit zum Handeln

Zeit zum Handeln

Spanien: Die illegale Praxis, immer mehr Stunden unbezahlt zu arbeiten, hat sich seit der Krise in Spanien vervielfacht. Im 2. Quartal wurden pro Woche in Spanien 6,2 Millionen Überstunden gearbeitet. Mehr als 50 % davon wurden nicht bezahlt. Und das betrifft alle Arbeitssektoren, wobei die meisten Überstunden sich in Bildung, Handel und Industrie ansammeln. Besonders heftig trifft es Teilzeitkräfte, da per Gesetz ihre Arbeitszeiten nicht verlängert werden dürfen. Die Strafen für Arbeitgeber die sie trotzdem länger arbeiten lassen kann bis zu 6.000 Euro betragen. Daher gibt es bei ihnen oft kein Arbeitszeitenregister, damit Arbeitnehmer nicht gegen sie vorgehenbzw. anzeigen können. Durch die zusätzlichen Arbeitstunden könnten laut einer Gewerkschaft rund 156.000 Arbeitsplätze geschaffen werden, was im Kampf gegen die hohe Arbeitslosigkeit ja wohl sinnvoll wäre. Wäre wohl an der Zeit, per Gesetzgebung dieser illegalen Praxis mal endlich einen Riegel vorzuschieben.

Kampf den Überstunden

Handlungsbedarf

Kanaren:
Die Arbeitsinspektoren haben hier auf den Kanaren massig zu tun. Nun will man ein neues System einführen, welches die Ausbeutung der Arbeiter in Sachen Überstunden kontrollieren soll, denn diese werden oft auch nicht vergütet. Außerdem ist es für viele Arbeitgeber immer noch üblich, Minimalverträge  (oder auch gar keine Verträge) auszustellen, mit denen der Arbeitnehmer so gut wie keine Rechte bzw. Ansprüche hat. Hier besteht noch ein riesiger Handlungsbedarf! Die Arbeitnehmer sollten sich zur Wehr setzen, auf www.empleo.gob.es/buzonfraude kann man z.B. anonym eine Anzeige aufgeben oder sich Informationen und Unterstützung zu diesem Thema einholen.