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Traditionelle Kleidung

Traditionelle Kleidung auf La Palma
Traditionelle Kleidung
© Foto www.teneriffa-wolkenlos.de

Die traditionelle Kleidung der Insel La Palma, die man bei allen Volksfesten oder folkloristischen Darbietungen sehen kann unterteilt sich in drei Stilen: Festlicher Anzug bzw. festliches Kleid, Arbeitskleidung und Manto y Saya. Es gibt einen vierten Stil, der auf einer Darstellung der Geburt des Hl. Andreas erscheint. Hier handelt es sich um die kanarische Mantille. Diese wurde allerdings noch nicht in die traditionelle Tracht aufgenommen.

Die festliche Kleidung unterscheidet sich von der Arbeitskleidung vor allem auch durch die Kopfbedeckung. Der klassische Montera wird bei der Arbeit von einem Hut aus Weizenstroh ersetzt. Es ist dokumentarisch belegt, dass die Arbeitskleidung, die täglich zuhause und bei der Arbeit getragen wurde und hier vor allem von den ärmeren und ländlichen Bevölkerung, hauptsächlich als Stoffen gemacht wurde, die auf den heimischen Webstühlen hergestellt wurden.

Bei den Frauen ist das Raffen des ersten Überrocks charakteristisch. Hiermit wird an die Feldarbeit erinnert. Ebenfalls typisch ist die Geste des Anhebens von Rock und Unterrock, die bis auf den Spann reichen, um das Gehen zu erleichtern. Sowohl die Röcke, die täglich getragen wurden, als auch die festlichen Röcke, hatten eine sogenannte Barredera am unteren Saum, ein Band aus einem widerstandsfähigen Stoff, das verhinderte, dass der Rock durch das Nachschleifen auf dem Boden verschlissen wurde. Das Leibchen, das bei der festlichen Kleidung aus edlen Stoffen bestand, wurde bei der Arbeit durch ein Leibchen aus groben Wollstoffen ersetzt. Die Unterwäsche jedoch ist sowohl bei der Arbeitskleidung als auch bei der Festtagskleidung reich mit Spitzen verziert. Man hat alte Hemden gefunden, an deren Manschetten bis zu zwölf verschiedene Typen von Spitzen verwendet wurden.

Ursprünge und Herkunft

Alte Chroniken der Insel aus dem 16. Jh. Beschrieben die Koketterie der palmerischen Frauen. Der portugiesische Reisende Gaspar Frutuoso erzählt, dass die Frauen mit dem Verkauf des heimischen Käses genug für alle ihre Ausgaben verdienen und so gehen sie dahin, bedeckt mit Gold und Seide.

Anfang des 19. Jahrhundert beschreibt Antonio Lemos, ein Bewohner der Insel, den Unterschied zwischen täglicher Kleidung und der Kleidung für die Veranstaltungen. Die Kleider sind aus Wolle und Leinen, gewebt von den Frauen, außer bei den Veranstaltungen, wo man schon Velours, Kattun, Musselin und Atlasstoff sehen kann.

Schon alte Chroniken rühmen den guten Geschmack der Frauen und die Verwendung von allen möglichen Schmuckstücken, um ihre Schönheit zu unterstreichen.
Um die vornehme Blässe der Haut zu erhalten, schützen sich die Frauen vor der Sonne.
Die Trachten, die wir heute kennen und die sich über die vielen Jahrhunderte erhalten haben, wurden im Laufe der Jahrhunderte von verschiedenen Chronisten, die sich speziell für dieses Thema interessierten, beschrieben.

Gaspar Fructuoso, Antonio Lemos Benigno Carballo Wangüermert, Isaac Viera und Juan Bautista Fierro beschreiben in ihren Chroniken die Details der traditionellen Kleidung.
Die traditionellen Trachten werden bei wichtigen Festlichkeiten getragen und sind ein Kompendium dessen, was in den letzten Jahrhunderten getragen wurde.
Noch im 19. Jahrhundert trug die Landbevölkerung diese Trachten als tägliche Kleidung. Sie galt auch als Unterscheidungsmerkmal zwischen den verschiedenen sozialen Klassen.

Die Kleidung der Figuren von San Andrés

Diese werden heutzutage nur noch bei bestimmten Festen und Wallfahrten getragen.

Ein wichtiger Beitrag zur genaueren Erforschung der traditionellen Kleidung sind die Figuren der Geburt der Pfarrei von San Andrés, in der Pfarrkirche des Hl. Andreas in der Gemeinde San Andrés y Sauces.
Die fünfzig verschiedenen Figuren sind zwischen 20 und 30 cm groß.

Die Szene, die aus dem 19. Jahrhundert stammt enthält zwei Arten der Figuren. Bei einigen ist die Kleidung auf die Figur geklebt und bei anderen handelt es sich um richtige Kleider, die über die Figur gezogen wurde. Die letztgenannten Kleider wurden seinerzeit nach den Originalen erneuert. Obwohl die Kleider sehr klein sind, kann man deutlich die Spitzen, Bordüren, die Falten und die Schnitte erkennen.

Die Kleidung des Mannes besteht aus einer Hose, die bis zum Knie reicht, seitlich geschlitzt ist und einen Teil der Unterhose sehen lässt. Die Kragen sind meist spitz. Die Baubinden tragen vertikale Streifen unterschiedlicher Farben und sind auf dem Rücken verknotet. Die Kopfbedeckung ist geschlossen und manche Figuren haben Gamaschen oder Überstrümpfe.

Die Trachten in den Chroniken von ausländischen Reisenden

1883 besuchte die Britin Olivia M. Stone mit ihrem Ehemann die Insel La Palma. Nach der Rückkehr nach London veröffentlichte sie die interessante Arbeit mit dem Titel „Teneriffa und seine sechs Satelliten. Bei ihren Wanderungen über die Insel sah sie in Santa Cruz de La Palma einen manuellen Webstuhl, auf dem „.. ein Schal oder eine Seidenschärpe mit einer Breite von zwölfeinhalb Zoll gewebt wurde. Die Schärpen habe eine Länge von vier Yards und der Preis schwankt zwischen zwei und vier Dollar pro Stück“.

Ihr viel noch eine Besonderheit auf und zwar die Lanze, die alle Inselbewohner tragen, mit einer Spitze aus geschmiedetem Eisen.
Ein weiteres Kleidungsstück der Inselbewohner erregt ihre Aufmerksamkeit: Die Schürzen aus Leder mit abgerundeten Ecken. Die Mehrheit der Bewohner von La Palma trägt eine solche Schürze. Aufmerksamkeit erregt auch die Kleidung der Frauen: Alle tragen einen runden, absurd kleinen Strohhut. Die alltägliche Kleidung der ländlichen Bevölkerung machten einen starken Eindruck.

1882 besuchte der franzosische Architekt Adolphe Coquet la Palma. Diesem viel an der Kleidung der Frauen ein Schleier aus Musselin auf, der auch die Schultern umhüllt und ihr Gesicht einrahmt. Die Arme sind nur den Ärmeln der Bluse bedeckt. Sie tragen kleine, weiße Schürzen und ein hübscher Saum fallen bei ihren dunklen Kleidern auf. Heute ist die Schürze gänzlich verschwunden.
In Garafía entdeckt Adolphe Coquet eine weitere Variante der palmerischen Montera. Sie wird unter dem Kinn festgebunden, um die Unbillen des Klimas besser ertragen zu können.

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