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Allgemeine Informationen über La Palma

La Palma - Touristeninfo

La Palma-Info | La Palma - Touristeninfo

Inhaltsverzeichnis
  • Geografische Beschreibung von La Palma
  • Nützliche Telefonnummern
  • Traditionelle Kleidung auf La Palma
  • Handarbeiten auf La Palma
  • Palmerische Küche
  • Natur und Vegetation
  • Kultur
  • Bevölkerung und Wirtschaft
  • Freizeit aktiv
  • Naturräume
  • Fiestas


  • Touristeninfo
    Geografische Beschreibung von La Palma

    Die Insel La Palma befindet sich im westlichen Teil der Kanarischen Inselgruppe. Die Öberfläche beträgt 706 qkm und diee maximale Höhe ist 2426 m. Die Insel hat ca. 80.000 Einwohner. Ihre geografische Lage verleiht ihr ein ideales Klima und ein großes atmosphärisches Gleichgewicht.

    La Palma ist aufgrund ihrer Sauberkeit und ihres klaren Himmels als idealer Ort für die Installation der astrophysikalischen Anlage, die "El Roque de los Muchachos" ausgewählt worden.

    Die Insel besitzt eine große Anzahl von verschiedenen Naturgebieten, die vom Küstenstreifen subtropoischen Klima, mittelhohen Lorbeer- oder Pinienbewaldeten Gebieten bis zu Hochgebirgslandschaften kontinentalen Klimas reichen.

    Vielfache Vulkankegel, Lavaergüsse und Gängen erinnern uns an den vulkanischen Ursprung der Insel, was der Landschaft einen einzigartigen Reiz verleiht.

    Die Fülle der Pflanzenwelt fällt sogar dem zufälligen Beobachter auf. Der schmückenden Schönheit vieler Pflanzen wird der hohe wissenschaftliche Wert der indemischen Arten hinzugefügt.

    Auch die Tierwelt ist wegen ihrer beudetenden Beispiele an Vögeln und Insekten erwähneswert.


    Sehenswertes
    La Palma bietet uns auf einer kleiner Oberfläche eine große Abwechslung von Landschaften an, der sich je nach Höhe und Himmelrichtung ständig ändern.

    Sehr interessante Ziele sind: Der Nationalpark "Caldera de Taburiente", dessen eigenartige geologische Formation von beeindruckender Großartigkeit ist. Zu La Caldera kann man durch mehrere Landstraßenauffahrten zu den Aussichtspunkten gelangen. Das Wegenetz ist gut gepflegt und für Wanderer entsprechend beschildert.

    Der Wald von "Los Tilos", in der Nähe von Los Sauces, ist von der Unesco als Schutzgebiet der Biosphäre erklärt worden. Dort wachsen Bäume und Fahne, die als wirkliche lebende Fossilien betrachtet werden können. Für jeden Naturliebhaber ist es ein notwendiges Muss.

    Die Besichtigung der Vulkane von San Antonio und Fuencalente????? bieten einen überraschenden Kontrast. Dieser letzte Vulkan hatte einen spektakulären Ausbruch 1971 und an seinem Krater kann man heute noch die Wärme an den Fußsohlen spüren.

    Ebenfalls kann man den legendären Drachenbaum La Tosca in Balovento besuchen.

    La Palma besitzt ebenfalls gute Strände aus feinem vulkanischen Sand wie Puerto Naos??? und Charkoverde??, Los Cancajos???, Fuentalente??? und Nogales. Die Naturschwimmbäder von Charco Azul bei San Andrès Sauces und La Fajana in Balovento werden auch häuftig besucht.

    In den Städten und Dörfern der Insel findet man bedeutende Beispiele von ziviler, religiöser und militärischer Architektur, neben den traditionellen kanarischen Häusern. Ein besonderes Beispiel stellt das historisch-künstlerische Gebiet von Santa Cruz de La Palma dar.

    Die Sammlung flämischer Bildhauereien und Gemälde, die sich auf der Insel seit Jahrhunderten befinden, stellen, Dank des aktiven Handels- und Kulturtausches mit den Niederlanden, ein überraschendes und wertvolles Erbe dar, das Niemand in dieser einsamen Ecke des Atlantischen Ozeans zu finden glaubt.

    Man kann diese Werke in unterschiedlichen und sehr vielen Kirchen beobachten.

    Unter den Erzeugnissen, die typisch für die Insel sind, findet man Seide, Zigarren, Stickereien, Korbpflechtereien und Keramik (besonders erwähnenswert sind die Keramikmühlen).

    Typische Restaurants bieten kanarische Küche und Spezialitäten der Insel an, u.a. Käsesorten, Konditorereiprodukte und die berühmten Weine von Mazo und Fuetalente.???

    Im Laufe des Jahres folgen viele volkstümliche und religiöse Feste, in denen die Romerias, Folklore und der kanarische Ringkampf immer anwesend sind.


    Fahrrouten
    La Palma bietet viele touristische Wege und Pfade, um die interessantesten Orte und die landschaftliche Schönheit wandernd zu entdecken. Hierauf wird noch gesondert und dem Menüpunkt wandern eingegangen.

    Die beschilderten Pfade sind mit Grillplätzen und Aussichtspunkten verbunden und durch Landstraßen leicht zugänglich. Einige Wanderrouten führen zu einen kleinen natürlichen Strand, der zu einem erfrischenden Bad einlädt.

    La Palma verfügt über ein modernes Straßennetz und Überlandbusse verbinden alle Dörfer der Insel sowie auch die Strände und die wichtigsten Sehenswürdigkeiten.

    La Palma hat ein Touristikmodell entwickelt, das wirtschaftliches Wachstum mit dem Restpekt vor der Lebensweise der Einwohner, im Schutz der Umwelt und der Erhaltung des architektonischen Erbes kombiniert. Gleichzeitig ist La Palma ein kleiner und fragiler Flecken Erde mit einer erstaunlichen Fülle an Naturräumen von unwahrscheinlicher Schönheit. Das dem so ist, ist dem Palmeros zu verdanken, die es schon immer verstanden, sich der Umwelt, in der sie leben, anzupassen. Heute, zu Beginn des 21. Jahrhunderts, erneuern wir diese Verfplichtung, in dem wir auf eine wirtschaftliche, soziale und kulturelle Entwicklung hinarbeiten, die im vollständigen Einklag mit Natur- und Heimatschutz steht.

    Die Förderung eines qualitativ hochstehenden touristischen Angebots in ländlicher Umgebung und die Erhaltung des einzigartigen Naturraums, den La Palma darstellt, besitzen für die Inselregion höchste Priorität. Die touristische Entwicklung der Insel basiert auf der Idee der Integration in die Umwelt. Dabei sind Aktiviäten in Kontakt mit der Natur von entscheidender Bedeutung.

    Daneben bietet La Palma aber auch den Sportbegeisterten ungeahnte Möglichkeiten. Dank der speziellen klimatischen Gegebenheiten und einer idealen Geländeform kann man hier bespielsweise hervorragend Gleitschirmfliegen. Nicht umsonst ist La Palma, im Bezug auf seine Oberfläche, die höchste Insel der Welt und zweifelsohne der beste Ort Spaniens für Winterflüge. So fand letztes Jahr auf der Insel das 1. "Desafio Isla de La Palma" statt. Wegen ihrer langen Dauer und Preisgelder ist dieses Challenge einzigartig auf der Welt.

    Aber auch die Taucher weiß La Palma zu begeistern. Die für die kanarischen Küstengewässer typische Reinheit und Temparatur sowie deren Artenreichtum wird hier noch durch die skuriele Unterwasserlandschaft ergänzt. Vor der Küste von Fuencalente??? erstreckt sich der jüngste Meeresgrund ganz Spaniens. Entstanden ist er 1971 durch den Ausbruch des Vulkans Teneguea. Dies veranlasst das Fremdenverkehrsamt der Insel, bereits zum fünften aufeinanderfolgendem Mal die Unterwasserwoche SISA zu organisieren, an der jeweils die national und internationalen wichtigen Filmemacher teilnehmen.

    La Palma ist nicht das typische Strandparadies, sondern ein Urlaubsziel, das für Natur und Nachhaltigkeit steht, und dessen wichtigstes Aushängeschild die Erklärung der Insel zum Biosphärenreservat ist. Wir bieten unseren Gästen ein perfektes ausgeschildertes Wanderwegenetz und einen einzigartigen kulturellen Reichtum. So klein die Insel auch sein mag, sie isdt zweifelsohne ein großes Urlaubsziel. Und was die Touristen darüberhinaus immer wieder zu schätzen wissen, das sind die Umweltqualität der Insel, sowie die Freundlichkeit und Gastfreundschaft des Palmeros.

    La Palma hat eine exotische Natur und ragt steil, wie eine verwunschene Insel, aus dem Atlantik. Die zerklüftete Felsküste hat malerische Buchten mit schwarzen Sandstränden und aus schattigen Wäldern wachsen wolkenverhangene Bergspitzen und kahle Vulkane, während sich an die Bergflanken anmutende Städtchen schmiegen.

    Deshalb wird nicht umsonst von der grünen Insel gesprochen, denn mehr als die Hälfte ihrer Oberfläche ist bewaldet. Hier soll aber nicht nur über den Lorbeerwald gesprochen werden, der prehistorischen Ursprung hat, von meterhohnen Fahnen umgeben ist, sondern auch zu dem Kiefernwald. Denn auf La Palma ist der Kiefern- bzw. Pinienwald etwas ganz besonderes.

    Bereits beim Anflug auf La Palma fällt einem das saftige Grün auf, das die zerklüfteten Berghänge überzieht. Erst in den Höhenlagen ab 2.000 m findet man die kargen Ginsterbüsche vor. Kiefernwald ist jedoch nicht gleich Kiefernwald. In feuchten, vom nordost Passat bestrichenen Nordosten erinnern die nebelverhangenen und von Moos und Pflechten bewachsenen Kiefern an einen alpinen Bergwald. Hier findet der Tolurist im Unterholz Gagelbaum, Baumheide und den einen oder anderen Lorbeebaum. Jedoch im trockenen Süden mit seinen sandigen, von Hornklee überzogenen Böden, wo der Kiefernwald so licht- und sonnendurchflutet ist, dass er dort medeteran anmutet. Natürlich verändert sich die Zusammensetzung des Kiefernwaldes auch je nach Höhenlage. An seiner Obergrenze geht er in den Ginsterbusch des Hochgebirges über und ist mit Drüsenginster vereinzelt. Wachscholdersträuche sind ebenfalls vorhanden, während im unteren Bereich, wo die Felder sich anschließen, dort wilde Ölbäume oder auch Wacholderbäume auftauchen. Der Drachenbaum und die kanarische Palme sind nur zwei Arten des wärmeliebenden Trockenwaldes.

    Die kanarische Kiefer bzw. Pinie ist perfekt an dem Vulkanismus der Insel La Palma angepasst. Die kanarische Kiefer bzw. Pinie hat einen graden Stamm und wird ca. 20 bis 30 m hoch und weißt eines spitz zulaufende Krone auf, die mit dem Alter schirmförmig wird. Sehr gut kann man diese Kiefernart an seinen hellgrünen Nadeln erkennen, die immer zu dritt gebüschelt sind.

    Diese Nadeln leisten einen sehr wichtigen Beitrag zu dem sogenannten horizontalen Regen. Die Nadeln "melken" das Wolkenmeer, in dem sie die Nebeltropfen an der Nadel kondensieren und dann abtropfen lassen. Diese Feuchtigkeitsmenge, die so in den Boden gelangt, ist zumindest so groß, dass sie dafür verantwortlich ist, das La Palma so grün und übbig ist.

    Ebenfalls faszinierend ist die Anpassungsfähigkeit dieser Pinie an die wunderschöne Vulkaninsel. Absolut bescheiden, was die Bodenqualität und Feuchtigkeit angehtg, gedeiht sie auf dem relativ jungen vulkanischen Boden und übersteht im Regelfall sogar Waldbrände. Die kanarische Kiefer ist feuerressistent. Nach einem Waldbrand, selbst wenn die Krone Feuer fängt, schlägte sie bereits nach vier Wochen wieder aus. Dieses kann man sehr überzueugend im Norden der Insel sehen, wo im September 2006 zwischen Garafia und Balovento???? ca. 1.700 ha Wald abgebrand sind. So gab es auch Waldbrände im Nordwesten in Tijarafe bis Garafia und in der Nähe der Sternwarte.

    Dieses Wunder verdankt die kanarische Kiefer dadurch, dass sie von einer korkähnlichen Borke geschützt wird und somit harzhaltiges und damit leicht entflammbares Holz im innern des Stammes versteckt. Daher stellen Wakdbrände auf den Kanarischen Inseln, insbesondere La Palma, keine Katastrophe dar, sondern sind Teil der natürlichen Dynamik.

    Die Salzgewinnung im Süden der Insel bietet den schärfsten Kontrast zu dem üppigen Grün der übrigen Insel. Hier liegen an der Küste, von schwarzen Lavazungen eingerahmt, die Salzgärten von Fuentaliente.

    Die Salzgärten sind ebenfalls ein Paradies für Vogelliebhaber. In den Salzgärten gibt es sehr viele Wattvögel, die in den seichten Tümpeln sich von ihrer langen Reise erholen und neue Kräfte für den Weiterflug nach Süden sammeln. So findet man hier im Herbst den Regenpfeifer, Strandläufer, Steinwälzer und Flussuferläufer. Selbst Raritäten, wie Flamingos und Brandenten, hat man in den Salzfeldern schon gesehen. Tatsächlich jedoch sind die Salinen ein gewerblicher Betrieb, einer der letzten Salzgärten der Kanaren, der voll funktionsfähig ist und eine Jahresproduktion von mehr als 500 t vorweist. Man sieht dort kleine Wasserpumpen und Salzmühlen, wo das Salz noch von Hand geerntet wird.

    Es werden zwei Sorten von Meersalz produziert. Einmal das grobe Salz "Sal Gruesa" und ein Edelsalz, was von Gourmes hoch geschätzt wird, ähnlich wie das Fleur de Sel und den Namen feines Salz "Sal Fina" trägt. Damit es nicht klumpt, wird es in einem Heißluftstrom getrocknet ohne irgendeine Zugabe von chemischen Stoffen. Dieses Salz kann man fast in jedem Supermarkt auf La Palma kaufen.

    In der Zukunft werden die Salinen auch für Touristen begehbar sein. Führungen werden dort in mehreren Sprachen angeboten.


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    Touristeninfo
    Nützliche Telefonnummern

    Flughafen 0034 922 42 61 00
    Asociación "Caballos Fufos 0034 922 48 08 03
    Rathaus 0034 922 48 08 03
    Bibliothek 0034 922 48 10 09
    Bomberos 0034 922 40 16 20
    Casa Massieu van Dale 0034 922 40 61 40
    Casa Museo Doctor Morales 0034 922 48 10 01
    Postamt 0034 922 48 02 09
    Besucher-Zentrum 0034 922 49 72 77
    Cruz Roja 0034 922 46 10 00
    0034 922 40 21 27
    Gesundheitszentrum 0034 922 48 20 04
    Bootsausflüge - Agamenon 0034 650 77 77 48 spanisch
    0034 699 66 20 84 deutsch
    Bootsausflüge - Fancy 0034 922 46 25 32 o.
    0034 609531391
    Guardia Civil 0034 922 46 09 90
    0034
    Kirchen 0034 922 48 03 02
    Iglesia de Nuesta Senore del Carmen 0034 922 48 03 02
    Oficina portuaria 0034 922 48 08 02
    Technikbüro 0034 922 48 09 12
    Lokal Polizei 0034 922 48 08 02
    Protección civil 0034 922 41 52 80
    0034 922 41 16 46
    Taxistandplätze 0034 922 48 06 52
    Puerto de S/C de La Palma 0034 922 41 11 54
    0034 922 41 21 21
    Roque de los Muchachos 0034 922 40 55 00
    Salvamento y sequiridad Marítima 0034 900 20 22 02
    Transportes Insular La Palma S. Coop: Los Llanos 0034 922 46 02 41
    Fax: 0034 922 46 43 69
    Notrufnummer 112
    Viajes Tamera 0034 922 48 20 20 (alquiler de coches)


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    Traditionelle Kleidung auf La Palma

    Die traditionelle Kleidung der Insel La Palma, die man bei allen Volksfesten oder folkloristischen Darbietungen sehen kann unterteilt sich in drei Stilen: Festlicher Anzug bzw. festliches Kleid, Arbeitskleidung und Manto y Saya. Es gibt einen vierten Stil, der auf einer Darstellung der Geburt des Hl. Andreas erscheint. Hier handelt es sich um die kanarische Mantille. Diese wurde allerdings noch nicht in die traditionelle Tracht aufgenommen.

    Die festliche Kleidung unterscheidet sich von der Arbeitskleidung vor allem auch durch die Kopfbedeckung. Der klassische Montera wird bei der Arbeit von einem Hut aus Weizenstroh ersetzt. Es ist dokumentarisch belegt, dass die Arbeitskleidung, die täglich zuhause und bei der Arbeit getragen wurde und hier vor allem von den ärmeren und ländlichen Bevölkerung, hauptsächlich als Stoffen gemacht wurde, die auf den heimischen Webstühlen hergestellt wurden.

    Bei den Frauen ist das Raffen des ersten Überrocks charakteristisch. Hiermit wird an die Feldarbeit erinnert. Ebenfalls typisch ist die Geste des Anhebens von Rock und Unterrock, die bis auf den Spann reichen, um das Gehen zu erleichtern. Sowohl die Röcke, die täglich getragen wurden, als auch die festlichen Röcke, hatten eine sogenannte Barredera am unteren Saum, ein Band aus einem widerstandsfähigen Stoff, das verhinderte, dass der Rock durch das Nachschleifen auf dem Boden verschlissen wurde. Das Leibchen, das bei der festlichen Kleidung aus edlen Stoffen bestand, wurde bei der Arbeit durch ein Leibchen aus groben Wollstoffen ersetzt. Die Unterwäsche jedoch ist sowohl bei der Arbeitskleidung als auch bei der Festtagskleidung reich mit Spitzen verziert. Man hat alte Hemden gefunden, an deren Manschetten bis zu zwölf verschiedene Typen von Spitzen verwendet wurden.


    Ursprünge und Herkunft
    Alte Chroniken der Insel aus dem 16. Jh. Beschrieben die Koketterie der palmerischen Frauen. Der portugiesische Reisende Gaspar Frutuoso erzählt, dass die Frauen mit dem Verkauf des heimischen Käses genug für alle ihre Ausgaben verdienen und so gehen sie dahin, bedeckt mit Gold und Seide.

    Anfang des 19. Jahrhundert beschreibt Antonio Lemos, ein Bewohner der Insel, den Unterschied zwischen täglicher Kleidung und der Kleidung für die Veranstaltungen. Die Kleider sind aus Wolle und Leinen, gewebt von den Frauen, außer bei den Veranstaltungen, wo man schon Velours, Kattun, Musselin und Atlasstoff sehen kann.

    Schon alte Chroniken rühmen den guten Geschmack der Frauen und die Verwendung von allen möglichen Schmuckstücken, um ihre Schönheit zu unterstreichen.
    Um die vornehme Blässe der Haut zu erhalten, schützen sich die Frauen vor der Sonne.
    Die Trachten, die wir heute kennen und die sich über die vielen Jahrhunderte erhalten haben, wurden im Laufe der Jahrhunderte von verschiedenen Chronisten, die sich speziell für dieses Thema interessierten, beschrieben.

    Gaspar Fructuoso, Antonio Lemos Benigno Carballo Wangüermert, Isaac Viera und Juan Bautista Fierro beschreiben in ihren Chroniken die Details der traditionellen Kleidung.
    Die traditionellen Trachten werden bei wichtigen Festlichkeiten getragen und sind ein Kompendium dessen, was in den letzten Jahrhunderten getragen wurde.
    Noch im 19. Jahrhundert trug die Landbevölkerung diese Trachten als tägliche Kleidung. Sie galt auch als Unterscheidungsmerkmal zwischen den verschiedenen sozialen Klassen.


    Die Kleidung der Figuren von San Andrés
    Diese werden heutzutage nur noch bei bestimmten Festen und Wallfahrten getragen.

    Ein wichtiger Beitrag zur genaueren Erforschung der traditionellen Kleidung sind die Figuren der Geburt der Pfarrei von San Andrés, in der Pfarrkirche des Hl. Andreas in der Gemeinde San Andrés y Sauces. Die fünfzig verschiedenen Figuren sind zwischen 20 und 30 cm groß.

    Die Szene, die aus dem 19. Jahrhundert stammt enthält zwei Arten der Figuren. Bei einigen ist die Kleidung auf die Figur geklebt und bei anderen handelt es sich um richtige Kleider, die über die Figur gezogen wurde. Die letztgenannten Kleider wurden seinerzeit nach den Originalen erneuert. Obwohl die Kleider sehr klein sind, kann man deutlich die Spitzen, Bordüren, die Falten und die Schnitte erkennen.

    Die Kleidung des Mannes besteht aus einer Hose, die bis zum Knie reicht, seitlich geschlitzt ist und einen Teil der Unterhose sehen lässt. Die Kragen sind meist spitz. Die Baubinden tragen vertikale Streifen unterschiedlicher Farben und sind auf dem Rücken verknotet. Die Kopfbedeckung ist geschlossen und manche Figuren haben Gamaschen oder Überstrümpfe.


    Die Trachten in den Chroniken von ausländischen Reisenden
    1883 besuchte die Britin Olivia M. Stone mit ihrem Ehemann die Insel La Palma. Nach der Rückkehr nach London veröffentlichte sie die interessante Arbeit mit dem Titel "Teneriffa und seine sechs Satelitten. Bei ihren Wanderungen über die Insel sah sie in Santa Cruz de La Palma einen manuellen Webstuhl, auf dem ".. ein Schal oder eine Seidenschärpe mit einer Breite von zwölfeinhalb Zoll gewebt wurde. Die Schärpen habe eine Länge von vier Yards und der Preis schwankt zwischen zwei und vier Dollar pro Stück".
    Ihr viel noch eine Besonderheit auf und zwar die Lanze, die alle Inselbewohner tragen, mit einer Spitze aus geschmiedetem Eisen.
    Ein weiteres Kleidungsstück der Inselbewohner erregt ihre Aufmerksamkeit: Die Schürzen aus Leder mit abgerundeten Ecken. Die Mehrheit der Bewohner von La Palma trägt eine solche Schürze.
    Aufmerksamkeit erregt auch die Kleidung der Frauen: Alle tragen einen runden, absurd kleinen Strohhut. Die alltägliche Kleidung der ländlichen Bevölkerung machten einen starken Eindruck.

    1882 besuchte der franzosische Architekt Adolphe Coquet la Palma. Diesem viel an der Kleidung der Frauen ein Schleier aus Musselin auf, der auch die Schultern umhüllt und ihr Gesicht einrahmt. Die Arme sind nur den Ärmeln der Bluse bedeckt. Sie tragen kleine, weiße Schürzen und ein hübscher Saum fallen bei ihren dunklen Kleidern auf. Heute ist die Schürze gänzlich verschwunden.
    In Garafía entdeckt Adolphe Coquet eine weitere Variante der palmerischen Montera. Sie wird unter dem Kinn festgebunden, um die Unbillen des Klimas besser ertragen zu können.


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    Kunst- und Handwerk auf La Palma

    Kunsthandwerk
    Die Verarbeitung der Seide stellt einen speziellen Handelsfaktor auf La Palma dar. Den gleichen Glanz, der feinen Stoffe aus dem alten China, wo ursprünglich die Seide herkommt, ist vergleichbar mit der handgearbeiteten palmerischen Seide.
    Nach der Erorberung der Insel durch deie Spanier 1493 übernahmen die Palmeros die portugisichen und andalusischen Techniken der Textilverarbeitung. Somit nahm die Seidenproduktion parallel zum Wirtschaftswachstum zu. Der Hafen von San Cruz de La Palma wurde zum drittgrößten Hafen für den Export von Seide. Aufgrund dessen ließen sich hier sehr viele reiche Kaufleute nieder. Sie brachten somit die flämische Kunst nach La Palma, die sich überwiegend in religiösen Bildern und Skulpturen darstellen, die zum größten Teil bis heute erhalten sind. Am Ende des 18. Jahrhunderts war jedoch der Niedergang dieses Wirtschaftszweiges eingeleitet. Begründet wurde dieses, das die Inselbewohner mehr Baumwolle nutzten als Seide. Es gibt ein Inselmuserum im alten Franziskanerkloster in Santa Cruz de La Palma, wo 24 Spindelstöcke ausgestellt sind.
    Auch heute noch, ca. 500 Jahre später, wird diese Seide manuell hergestellt. Verschiedene Arbeitsschritte müssen beginnend von der Aufzucht der Seidenraupe bis zum Erhalt der fertigen Stoffe durchgeführt werden. Diese Art der Seidenverarbeitung ist einzigartig in Europa. Das Spinnen der Seide erfolgt noch unter den gleichen Techniken wie im Mittelalter. Über einer offenen Feuerstelle in einem Kupfertopf wird Wasser zum kochen gebracht und die Kokongs??? Hineingegeben. Kurze Zeit später lösen sich im heißen Wasser die Fäden von den Kokongs??? und sie können auf eine Handspindel gezogen werden. Somit entsteht ein Knäuel. Das Haspeln beginnt. Die losten Enden der Fäde werden gesäubert und miteinander verbunden und es entsteht somit ein langer Faden. Dieser wird auf die Zarja gewickelt. Dieses ist eine Art Gitter, wo mehrere Stränge von gleicher Fadenstärke nebeneinander liegen. Danach werden zwei bis drei Fäden zusammen auf ein Schilfrohr gezogen und nun kann es verzwirnt werden und zwar mit zwei von der Decke herabhängenden Spindeln, die jedoch von Hand gedreht werden müssen. Dieser Zwirn wird nun zu einem Knäuel gehaspelt und in Seifenwasser abgekocht, wodurch er seine Feinheit erlangt. Erst dadurch entsteht der natürliche Glanz und nun kann die Seide eingefärbt werden.

    Die Töpferei auf La Palma
    Neben der Seidenmanifaktur gilt auch die Töpferei als Kunsthandwerk.
    Der schwarze, feine palmerische Ton wurde erst in jüngster Zeit wieder entdeckt und erfährt nun seinen Aufschwung. Die Töpferei gehört zu den Symbolen der Insel. Die früheren Töpferarbeiten auf La Palma unterscheiden sich sehr stark von den Töpferarbeiten der anderen Kanarischen Inseln. Es gibt eine Werkstatt in Mazo "El Molino", wo über 160 archiologische Stücke aus verschiedenen Fundstellen der Inseln reproduziert werden.
    Aus dem Sand vermischtem Ton und Puntagorda und Garafia werden die Tongefäße ohne Töpferscheibe geformt und in der Luft getrocknet und später die Ecken mit einer Metallklinge angeschabt. Danach werden die Gefäße mit Wasser in einem Kieselstein sehr grob geschliffen und mit althergebrachten Gravuren verziert und mit feinerem Kieselstein glänzend poliert. Danach wird es bei einer Temperatur von 700 Grad im Ofen gebrannt.

    Textilarbeit und Strickerei auf La Palma
    Dieses Kunsthandwerk stellt nur einen Zusatzerwerb neben Land und Hausarbeit dar. Hier zählt nicht die Zahl der aufgewendeten Stunden, sondern nur die Qualität des Endproduktes. Von daher wird dieses Kunsthandwerk auch in neuster Zeit immer wieder aufs Neue entdeckt und auch von Jugendlichen angenommen. Die bekanntesten palmerischen Webstoffe sind Tücher, Vorhänge, Teppiche, Taschen, Decken und Bettdecken.
    Viele Textilien werden später mit Stickereien versehen.

    Korbflechterei auf La Palma
    Die Korbflechterei bildet das älteste Kunsthandwerk auf La Palma. Die Rohmaterialien, die hierfür bentutz werden, ist eine Lorbeerart, Kastanie, Maulbärbaum oder die Faser des Palmblattes. Aus dieser Vielfalt der Rohstoffe haben die Korbflechter unterschiedliche Gebrauchs- und Dekorationsgegenstände geschaffteben.

    Das Holz auf La Palma
    Die früheren Einwohner von La Palma konnten damals schon das Holz sehr kunstvoll verarbeiten. La Palma verfügt über reichhaltige Holzvorkommen. Jedoch nach der Eroberung der Sapanier nahm der Waldbestand erheblich ab. Es gibt heute sehr viele holzverarbeitende Künstler, die aus dem Holz von La Palma Werkzeuge, Möbel und Musikintrumente herstellen. Weiter werden auch Tabakpfeifen, Weinkelter, Messgeräte und Fässer sowie Balkone und sehr viele Dekorationsgegenstände hergestellt.
    Das Holz aus der Baumheide wird geschnitzt oder gedrechselt. Hier werden z.B. Löffel und Kochlöffel hergestellt.
    Das berühmte Teak-Holz wird aus der feuerressisten kanarischen Kiefer gewonnen. Es handelt sich hierbei um ein sehr edles, hartes und wohlriechendes Holz. Oft findet sich dieses Holz an den Hauswänden in Form von Balkonen vor, so werden auch Holzböden und Dachbalken daraus hergestellt.
    Neben diesen Holzarten wird auch das Holz, jedoch in kleineren Verhältnissen, aus den Gagel-, Lorbeer- und des Avokadobaumes verarbeitet.


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    Palmerische Küche

    Geschichte der palmerischen Küche

    La Palma ist eine kleine, nur 706 qkm große Insel, deren Wirtschaft seit Beginn auf verschiedenen für Export bestimmten Monokulturen basiert.
    Die Palmeros sind von ihrer Geschichte her Schleckmäuler, was nicht zu erstaunen vermag, wenn man bedenkt, dass Zucker die erste für die Ausfuhr bestimmte Monokultur Anfang des 16. Jahrhundert war. Zur gleichen Zeit wurden auch die Reben angebaut, deren Saft, als der Zuckermarkt zusammenbrach, die europäischen Fürstenhöfe im Sturm eroberte und Weltruhm erlangte.
    Trotz des wirtschaftlichen Glanzes, den Wein- und Zuckerausfuhr brachten, war die alltägliche Wirklichkeit der Inselbewohner eine andere. Anfang des 19. Jahrhunderts beschrieb Antonio Lemos Smalley die Sitten und Gebräuche der Dorfbewohner der Insel La Palma folgendermaßen: Ihre Nahrungsmittel sind nahrhafter gofio, sch und an einigen Tagen Fleisch; die Armen essen ein Brot, das sie mit Mehl aus Farnwurzeln herstellen.
    Die Maxime der spanischen Küche: Der Süden bäckt, das Zentrum brät und der Norden schmort. La Palma ist offen für Sitten und Gebräuche der Siedler und Emigranten. Süßspeisen, Liköre, Obst, Trockenfrüchte, Fleisch und Fisch gefielen Bauern und Nobelleuten. Noch heute darf auf Festlichkeiten der schöne dekorierte Obstkuchen auf dem handgestickten Tischtuch nicht fehlen.


    Speisen und Gericht der Palmeros

    Suppen
    Die traditionellste und gleichzeitig für den Reisenden auch am leichtesten bekömmliche Suppe ist die sopa de picadilo, eine Hühnerbrühe mit Ei- und Hackfleischeinlage, auf der geröstete Brotwürfel und - ganz wichtig - ein Minzeblatte schwimmen. Bei der potaje de verdures handelt es sich eher um einen Gemüsetopf als um eine Gemüsesuppe. Sie kann Fleisch enthalten oder auch nicht und wird mit oder ohne gofio serviert. Die potaje de trigo ist eine Weizensuppe mit Gemüse, die garbanza eine Kichererbsensuppe mit Schweinefleisch, Rindfleisch, Huhn und einem Lorbeerblatt. Als excaldón de pescado wird, meist als Hauptspeise, eine Fischsuppe mit gofio escaldado gereicht (nur in einigen Restaurants auf Bestellung).

    Gofio
    Gofio- sprich Mehl von geröstetem Getreide - hat einen hohen Nährwert, ersetzte früher das Brot als Grundnahungsmittel, und die Palmeros mischen ihn heute noch der Kindermilch bei. Gofio wird hauptsächlich in einfachen Rezepten verwendet und auf verschiedene Arten angerichtet. Gofio escacho: Teig aus gofio und fein geschnittenen Kartoffeln, Käse, grünen Paprikaschoten, Zwiebeln, Oregano und Salz. Gofio escaldado: zusammen mit Fleischbrühe, Fischbrühe oder Gemüsebrühe oder Gemüsesuppe wird eine Paste angerührt, die heiß verzehrt wird. Chicharrones: In Streifen geschnittene Schweinespeckgrieben werden gebraten und nachdem das Fett abgegossen ist, in der Pfanne dick mit gofio bestäubt und als Vorspeise serviert.

    Kartoffeln
    Wasser und Salz braucht es, um auf normalem Feuer papas amugadas zu kochen. Die runzeligen Pellkartoffeln isst man - mit der Schale - zu Fleisch vom Grill und gebratenem Fisch. Sehr wahrscheinlich war die Notwendigkeit Wasser zu sparen, der Ursprung für diese eigenartige Weise Kartoffeln zuzubereiten. Nur kurz werden sie gewaschen, bevor sie in die Pfanne wandern. Man kann sie sogar mit Meerwasser kochen.

    Fisch
    Fisch wird meist als Hauptgericht serviert: gebraten cabrilla (Ziegenbarsch), pargo (Brasse), palometa (Brachenmakrele), alfonsiño (Dorade), sama (Rotbrasse) und salema (Goldstrieme), gekocht mero (Zackenbarsch) und vieja (Seepapagei) und auf dem Grill die meisten Thunfische (bonito und albacora). Als Aperetiv liefert das Meer lapas (Napfschnecken), camarones (Garnelen), gueldes (Ährenfische) und morenas (Muränen). Gesalzener Fisch ist meist cherne (Wrackbarsch), der mit polines (gekochten grünen Bananen) oder boniates (Süßkartoffeln) gereicht wird, einer weiteren Lieblingsspeise der Palmeros.

    Mojo
    La Palma ist für seine scharfen Paprikasaucen bekannt, die sogenannten mojos. Roter mojo und grüner mojo werden von den Inselbewohnern schon seit altersher zu Kartoffeln, Fisch und Fleisch gereicht, wie Antonio Lemes Smalley in seinem Buch über das Leben der palmerischen Landbevölkerung Anfang des letzten Jahrhunderts festhielt.
    Hauptbestandteil des mojos ist Paprila. Roter mojo wird aus den getrockneten roten (scharfen) Schoten zubereitet, grüner mojo aus frischen grünen Schoten. Hinzu kommen in beiden Fällen gutes Öl, Essig, Knoblauch, Salz und Kümmel. Wer es nicht so scharf mag benutzt die großfruchtige rote, marrón genannte Paprika. Normalerweise wird roter mojo zu Fleisch und grüner mojo zu Fisch serviert.
    Sehr bekannt sind die hausgemachten mojos aus Tazacorte, wo die Frauen am Gürtel ihrer traditionellen Tracht einen Bund getrockneter roter Paprikaschoten zu tragen pflegen.
    Neben den beiden Hauptsorten kennen die Palmeros noch viele andere mojos, die in den Restaurants aber nicht angeboten werden. Der mojo queso (Käsemojo) beispielsweise besteht aus geräuchertem Ziegenkäse mit etwas Pfeffer. Knoblauch und Salz wird zu Kartoffeln und Fisch gereicht und sogar als Salatsauce verwendet. Der mojo de cilantro (Koriandermojo) andererseits besteht aus Koriander, Pfeffer, Öl, Essig und Knoblauch.

    Fleisch
    Carne de cochiño (Schweinefleisch) oder, was das Selbe ist, carne de cerdo mit rotem mojo ist das beliebteste Hauptgericht der Palmeros. Meist wird es als Schnitzel auf dem Holzkohlegrill zubereitet und mit einer Knoblauch-Oregano-Sauce gebeizt oder mit dem stark jod- und mineralhaltigen, groben Salz oder Salinen von Fuencaliente eingerieben. Dazu ist man papas arrugadas. Sehr beliebt ist auch das cochino sobre brasa, ein ursprünglich kubanisches Rezept. Hierbei wird ein ganzes, auf der Bauchseite aufgeschnittenes Schwein während über sieben Std. gut 30 cm über der Glut gebraten, immer wieder angestochen, damit es ausbluten kann, und mit Beize und Zitrone eingerieben. Neben Schweinefleisch find et man auf den Speisekarten aus conejo (Kaninchen) und cabrito (Zicklein), in der Mandelsauce oder gebraten, sowie als Hauptgericht cabra (Ziege) und, als Hauptgericht oder Vorspeise, die traditionell higado en mojo (Leber in mojo).

    Yam
    Offensichtlich aus dem asiatischen Raum stammend, wurde der Yam im Niltal bereits im 5. Jahrhundert vor Christus angebaut. Auf La Palma wird er erstmals Mitte des 16. Jahrhunderts erwähnt. Der portugiesische Reisende Gaspar Frutuoso sagt über die Palmeras: Sie ernähren sich nur von Fleisch, Käse; Yam und Milch, ohne dass jemand Hungers sterben müsste. Über San Andrés Sauces hält er fest: .. findet man viel weißen Yan, der gekocht, in 100 Jahren das Brot ersetzt.
    500 Jahre später wird ñame, wie diese Wurzelknolle im spanischen heißt, noch im Nordosten der Insel angebaut und hauptsächlich als frisches Gemüse in potajes verwendet, obwohl man sie auch gekocht als Beilage zu mit Öl und Essig oder mojo angemachtem gesalzenem Fisch findet, oder mit Zuckerrohrsirup zubereitet als Süßspeise.

    Wein
    Schon mit den ersten Boden- und Wasseraufteilungen durch die kastilische Krone begann auf La Palma der Weinanbau. 1505, nur 11 Jahre nach der Eroberung der Insel durch die Spanier, pflanzten Fernado del Hoyo und Juan Cabrena im Aridanetal die ersten Reben.
    Im 16. und 17. Jahrhundert kamen kanarische Weine an den vornehmsten Fürstenhöfen Europas auf dem Tisch. Die königliche spanische Akademie definiert den Malvaser folgendermaßen: (Von Malvasi, romantischer Ausdruck für Momenbasia, Stadt Morea). Sehr süße und aromatische Traube, Rebsorte, die aus der Umgebung der Stadt stammt, die ihr ihren Namen gab.
    Es erscheint nichts als logisch zu folgern, dass der Malvasier Anfang des 16. Jahrhundert auf La Palma eingeführt wurde, sehr wahrscheinlich von einem katalanischen Siedler.
    La Palma besitzt eine Ursprungsbezeichnung für seine Weine und einen Kontrollrat, der über ihre Qualität wacht und garantiert, dass es auch wirklich auf La Palma gewachsen sind und hier gekeltert, gereift und abgefüllt wurden. Diese Auflagen erfüllen zur Zeit die Kellereien Llanovid mit der Marke Tengía, Carballo mit der Bezeichnung Carballo, El Hoyo mit den Marken Hoye de Mazo und Mazegas, Tamanca mit der Etikette Tamanca, Castro y Mogán mit Tendal, Carlos Fernandez mit Viña Etna, Las Toscas mit Bezeichnung Viña Las Toscas sowie Onesimo Perez Rodriguez mit Vitega. Alle Weine dieser Kellereien tragen auf der Rückseite der Flaschen eine Etikette mit der Ursprungsbezeichnung Denominación de Origen La Palma.

    Rum
    Schon zu Beginn des 16. Jahrhunderts fanden sich in der Gemeinde San Andrés y Sauces ausgedehnte Zuckerrohrplantagen. 1883 wurde die Destilerá de Valle gegründet. Sie brannte bis Mitte der 90er Jahre Rum. Eine weitere Destellerie, die neben Ron del Puerto auch Zuckerrohrsirup für die rapaduras sowie sopas del miel produzierte, wechselte 1950 die Marke. Heute wird der 40-grädige Ron la Aldea als echt palmerischer Rum verkauft.

    Liköre
    Aus Branntwein, meist Zuckerrohrschnaps, werden auf der Insel unzählige verschiedene Liköre hergestellt. Bekannt ist der licor de café (Kaffeelikör) von Tazacorte, der aus Zuckerrohrschnaps, Zucker, gemahlenem Kaffee (der mindestens 10 Tage ziehen muss) und Wasser besteht.
    Mistela wird auf La Palma der Orangenlikör genannt.
    Liköre neueren Datums, auch sie völlig hausgemacht, sind unter anderem der licor de nísperos (Mistellikör) und der licor de moras (Maulbeerlikör).

    Käse
    Palmerischer Käse ist angenehm, mild und cremig im Geschmack. Er entsteht aus Ziegenmilch.
    Im Gegensatz zum queso curado, dem gelagerten Käse, ist frischer (fresco) und halbreifer Käse (semicurado) fast nur geräuchert erhältlich und wir mit der Rinde verzehrt.

    Früchte und Honig
    Die meisten Kanarischen Inseln besitzen sonnige, fruchtbare und von Quellen und Rinnsalen bewässerte Böden und wurden deshalb zum Eingewöhungsarten und notwendigen Zwischenhalt für subtropische Früchte.
    Heute stellen die von der Banane angeführten Früchte aus subtropischen und gemäßigten Breiten eine der kulinarischen Hauptattraktionen der Insel dar.

    Bienenhonig
    Auf der Insel mit ihrer vielfältigen und reichen Flora finden die Bienen ein wahres Paradies saftiger Nektare. Und so sind denn viele verschiedene Honigsorten mit unterschiedlichem Geschmack und Aroma im Angebot.


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    Natur und Vegetation

    La Palma wird auch als "isla bonita", die "schönste Insel" genannt und als "Minikontinent" bezeichnet.
    Das Bollwerk der Caldera, der nord-süd-verlaufende Höhenzug und der fast das Jahre durch aus Nordosten wehender Passatwind haben zur Folge, dass es auf La Palma unzählige Mikroklimas gibt und an den steilen Bergflanken verschiedenste Vegetationsstufen dicht an dicht liegen.
    An der zerklüfteten, von Buchten mit schwarzen Lavasand unterbrochenen Steilküste wachsen Sukkulenten, darüber Bananen. Süd- und Feldfrüchte, Wein, Tabak und Mandeln. Sonnendurchflutete Kiefernwälder überziehen die Berghänge, während sich an die bizarren Felsformationen des Hochgebirges nur noch Ginsterbusch und einzelne Krüppelkiefern klammern.

    Die Insel ist von Norden nach Süden gewachsen. Den älteren, bereits stark zerklüfteten Norden überziehen dichte, von tiefen Schluchten durchgezogene Lorbeerwälder. In diesem prähistorischen, subtropischen, von Riesenfarnen durchsetzen Nebelwald liegt Los Tilos, das 1983 von der UNESCO zum Biosphärenreservat erklärt wurde. Einen krassen Gegensatz zu dieser üppigen Vegetation bildet der noch aktive Süden mit seiner Lavalandschaft. Hier brach 1971 der letzte Vulkan Spaniens der Teneguia aus.

    Von den 744 wildwachsenden Pflanzen sind 219 Endemiten. 70 hiervon kommen nur auf La Palma vor. 104 auf den gesamten Kanaren und 45 in Makaronesien. 50 % der Insel wird von Wäldern bedeckt. Unter Naturschutz stehen 35 %.
    Die Caldera de Taburiente wurde 1954 zu einem Nationalpark erklärt und im Herbst 2002 die ganze Insel zum Biosphärenreservat. Das Meer vor der Südwestküste ist nicht nur Fischschutzgebiet sondern auch ein Gebiet von gemeinschaftlicher Bedeutung. An der Nordküste gibt es ein weiteres Europa-Schutzgebiet.


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    Kultur

    La Palma ist eine europäische Insel vor der afrikanischen Küste. Eine subtropische Insel, auf der die aufeinanderfolgenden Ein- und Auswanderungswellen zu einem bunten Völkergemisch geführt haben. Eine spanische Insel mit flämischer Vergangenheit. Eine landwirtschaftlich geprägte Insel auf der das Moderne und das Traditionelle Hand in Hand gehen.
    Das Kunstwerk lebt ach heute noch auf La Palma. Einige der Techniken gehen auf das Steinzeitvolk zurück. So etwa die schwarzen Tongefäße mit den archaischen Ritzzeichnungen. Anders die Textilarbeiten, Seidenstoffe und Stickereien: Sie sind europäischen Ursprungs, während die Kunst der Tabakverarbeitung aus Lateinamerika stammt - genauer gesagt aus Kuba.
    Die enge Beziehung zu und Kuba und Venezuela. Auf La Palma wird ein Spanisch gesprochen, dessen Aussprache und Wortschatz stark von Amerika beeinflusst sind. Ebenso die traditionelle Musik und die Folklore, für die Form, wie man hier Kaffee trinkt oder schwatzt und für gewisse Gerichte.

    Die Zeit der Zuckerbarone erinnert an den unermesslichen Reichtum der flämischen Kunstschätze, die die Kirchen beherbergen, die kolonial anmutende Architektur der Herrenhäuser in der Altstadt von Santa Cruz de La Palma und die Haziendas der einstigen Großgrundbesitzer.
    Natürlich haben auch die Guanchen ihre Spuren hinterlassen, da es noch nicht lange her ist, dass dieses Hirtenvolk auf der Insel lebte. Felsritzzeichnungen, Wohnhöhlen, Begräbnisstätte und die bereits genannten Tongefäße erinnern an diese Kultur.


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    Bevölkerung und Wirtschaft

    Auf La Palma leben heute 85.000 Menschen. Davon sind 6 % Ausländer, wovon die meisten aus Amerika stammen. Vormals waren es die Kubaner und die Venezuelaner.
    Die hauptsächlich durch die Deutschen vertretenen europäischen Einwanderer sind überwiegend im Tourismus tätig.
    Die Bevölkerung konzentriert sich in den Städten Santa Cruz an der Ostküste und an der Westseite Los Llanos. Im Einzugsgebiet von Santa Cruz liegen die Gemeinden Breña Alta und Puntallanna, in jenem von Los Llanos, El Paso und Tazacorte.

    La Palma lebt überwiegend von der Landwirtschaf, insbesondere vom Bananenanbau. Die Bananenplantagen nehmen im Süden und Westen auf den ganzen Küstenstreifen ein und erstrecken sich im Adrianetal bis in mittleren Höhenlage. 3000 ha sind mit Bananen bebaut, was fast der Hälfte der landwirtschaftlich genutzten Fläche ausmacht. Ca. 140.000 t Bananen werden pro Jahr exportiert. Daneben werden auch Kartoffeln, Wein, Orangen und andere Südfrüchte produziert.

    An 2. Stelle, nach der Landwirtschaft, folgt der sanft entwickelte Fremdenverkehr. La Palma hat viel mehr als "nur" Strand und Sonne zu bieten und investiert in einen nachhaltigen Tourismus. Dieses macht auch in der Bettenzahl bemerkbar. Auf der Insel gibt es höchstens 12000 Gästebetten. Daran ist ersichtlich La Palma ist sich selbst geblieben und liegt abseits von der Massenströmung. Die UNESCO hat die ganze Insel zum Biosphärenreservat erklärt.


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    Freizeit aktiv

    Die Insel ist sehr abwechslungsreich. So vielfältig wie die Natur ist auch das Freizeitangebot. Biken, Tauchen, Reiten und das Gleitschirmfliegen……. alles dies ist hier möglich. La Palma ist ein Geheimtip für Aktivitäten.


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    Naturräume

    Caldera de Taburiente
    Es ist ein 8 km weiter und 1500 m tiefer Krater entstanden durch einen Erdrutsch und nachfolgen de Erosion. Hochgebirgsvegetation und Kiefernwald mit vielen, nur hier vorkommenden Pflanzen- und Tierarten. Nationalpark.

    El Paso: Zugang durch die Schlucht Barranco de Las Angustias (Los Llanos) und Los Brecitos. Eindrücklicher Blick in den Kessel vom Aussichtspunkt Cumbrecita (El Paso) und dem Roque de Los Muchachos.

    Besucherzentrum des Nationalparks: Oberhalb El Paso, an der Straße Los Llanos-Santa Cruz.
    Täglich 09.00 - 14.00 / 16.00 - 18.30, Tel. 922 497 277, Fax 922 497 081, Caldera@mma.es


    Los Tilos
    Üppige, subtropische Vegetation in tiefer Schlucht. Der größte Lorbeerwald der Insel, einer der schönsten der Kanaren. Kernzone des Biosphärenreservates. Núcleo de las Reserva de la Biosfera. Punto de arranque del camino a los nacientes des Marcos y cordero.

    San Andrés y Sauces: 1 km südlich des Dorfes Los Sauces, in der Schlucht, die von der riesigen Bogenbrücke überspannt wird, von der neuen Hauptstraße abzweigen.

    Interpretations- und Forschungszentrum des Biosphärenreservats: oberhalb Restaurant Los Tilos.
    Täglich 08:55 - 17.00 Uhr). Tel. 922 451 246, info@lapalmabiosfera.com, www.lapalmabiosfera.com


    Reservat Marina
    Fischschutzgebiet, in dem das Fischen derart eingeschränkt ist, dass sich die Fischgründe wieder erholen können. Erstreckt sich von der Südspitze der Insel bis nach Puerto Naos, mit einer Kernzone zwischen La Zamora und El Remo.

    Interpretationszentrum der Reserva Marina: im alten Leuchtturm von Fuencaliente.
    Eröffnung Ende April, Tel. 922 480 223 ibrito@tragsa.es

    Roque de Los Muchachos
    Mit 2426 m höchster Gipfel der Insel. Karge Hochgebirgsvegetation. Eindrücklicher Blick in den Kraterkessel der Caldera de Taburiente. Zufahrt ab Santa Cruz oder Garafia.


    Internationale Sternwarte
    Kann nur nach Voranmeldung an einigen Samstagen im Juli und August besichtigt werden.
    Reservierung: www.iac.es , Tel. 922 405 541. Ab Anfang Juni gibt es eine Spezial-Nr.
    Nähere Information auf der Webpage, an der Rezeption Ihres Hotels/Apartments und in den Tourist-Offices.

    Vulkane des Südens

    San Antonio und Tenegía - die Vorzeigevulkane der Insel. Karge Lavalandschaft.
    Fuencaliente: im Dort zur Küste hin abzweigen.


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    Fiestas

    Die Palmeros sind keine Kinder der Traurigkeit. Auf dieser Insel vergeht kaum eine Woche ohne Fest. Gefeiert wird meist der oder die Schutzheilige des Ortes - mit Messe und Prozession. Doch ob groß oder klein: Festumzug, Folklorefestival, Pferderennen und Feuerwerk sowie viel Wein, Fleisch und Musik dürfen an keiner Fiesta fehlen.
    Kontrapunkte zu diesen ausgelassenen Dorffesten bilden die kirchlichen Feiertage: Ostern, Fronleichnam und Weihnachten. Bodenständig-urig geht es an den Viehmärkten zu und her und in Lateinamerika wähnt man sich während des Karnevals.


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    © 2019 Sonnige Kanaren - Mietbedingungen, Impressum & Datenschutz, Verweise & Links - Aktualisiert am 19.09.2019